Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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räuſchvolle Vertheidigung ihm Zeit zur Antwort ließ:wie

kamſt Du, die Du im Hauſe und bei Deinem Spinnrade haͤtteſt beſchäftigt ſeyn ſollen, heute Morgen nach den Erichs⸗ Stufen, und giebſt Dir alle dieſe unnöthige Mühe um mei⸗ nen Vater und mich? Und was iſt in dem Buͤndel, Swer⸗ thar Ich fürchte ſehr, Du haſt wider das Geſetz geſündigt, und biſt hinaus geweſen, um aus dem Schiffbruche etwas fuͤr Dich zu retten.

Der Himmel behüte Euer liebes Antlitz, und der Segen des heil. Ronald ſey mit Euch, ſagte Swertha, in einem halb ſchmeichelnden, halb muthwilligen Tone: Ihr werdet doch nicht einem armen Geſchöpfe verwehren wollen, ſich etwas zu ver⸗ beſſern, und nicht haben wollen, daß ſo vieles Gut auf dem Sande unaugerührt liegen bleiben ſoll? Hört, Junker

Mordaunt, ein geſtrandetes Schiff iſt ein Anblick, der den

Prediger mitten in der Predigt von der Kanzel herablocken

koͤnnte, geſchweige denn ein altes ungelehrtes Weib von ih⸗

rem Rocken und ihrem Faden. Und wahrhaftig, ich habe von meiner Mühe nicht viel gehabt! Einige Lumpen Kam⸗ wertuch, und ein oder zwei Stück grodes Zeug und derglei⸗ chen die Staͤrkeren und Dreiſteren bekommen ja alles in der Welt!

Ja Swertha, erwiederte Mordaunt:und das iſt um

ſo ſchlimmer, da Du in dieſer, ſo wie in jener Welt doch

eben ſo gut Deine Strafe dafuͤr erhalten wirſt, daß Du die armen Seeleute beraubt haſt.

Wer wird denn aber ein altes Weib, wie mich, um ei⸗ niger weniger Lumpen willen ſtrafen? Die Leute ſprachen viel Böſes von dem Grafen Patrick, aber er beſchützte das Strand⸗ kecht, und gab weiſe Geſetze dagegen, daß irgend jemand Schiffern beiſtehen ſolle, welche in die Brandung gerathen