Schon hatte— als Mordaunt mit Heftigkeit ſeine Anfoderungen wiederholte, das Bryce von ſeiner Pluͤnde⸗ rung abſtehen und zur Unterſtuͤtzung des Sterbenden her⸗ beikommen ſollte— der Hauſirer im trotzigen Tone ge⸗
antwortet:„Flucht nicht, Herr! flucht nicht; ich leide
kein Fluchen in meiner Gegenwart, und wenn Ihr Hand an mich legt, weil ich dieß mir rechtmaͤßig zukommende Gut der Aegypter nehme, ſo will ich Euch einen Denkzet⸗ tel geben, den Ihr von heute bis Weihnachten nicht ver⸗ geſſen ſollt.“
Mordaunt war im Bexgriff, die Herzhaftigkeit des Hauſirers auf die Probe zu ſtellen, als eine Stimme hin⸗ ter ihm ploͤtzlich„Halt ein!“ rief. Es war die Stimme Norna's von Fitful⸗Head, welche, in der Hitze des Streits, ſich den Beiden unbemerkt genaͤhert hatte.„Halt ein!“ wiederholte ſie:„und Du, Bryce, leiſte Mordaunt den Bei⸗ ſtand, den er perlangt; ich bin es, die Dir ſagt, daß Dir dieß mehr Vortheil bringen wird, als alles, was Du heute verdienen koͤnnteſt,
„Es iſt ſiebenzehnbunderts Leinwand,“ ſagte der Hauſirex, eines der Hemden mit der Kennerart befühlend, womit Frauen und Sachverſtaͤndige das Gewebe beurthei⸗ len;„es iſt ſtebzehnhunderts Leinwand, ſo ſtark, als ob es Creas waͤre. Indeſſen, Mutter ſoll Euer Wllle geſche⸗ hen. Ich wuͤrde Herrn Mordaunts Willen ebenfalls gethan haben,“ fuͤgte er hinzu, indem er von dem Tone des Trotzes zu dem der dienſtbefliſſenen Ergebenheit uberging, deſſen er ſich gegen ſeine Kunden bediente:„wenn er nicht ſo gotteglaͤſterliche Fluͤche ausgeſtoßen haͤtte, welche
mir die Haut ſchauern machten, ſo daß ich mich wirklich
beinahe vergeſſen haͤtte.“ Er zog hierauf eine Flaſche aus


