Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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der Taſche und naͤherte ſich dem Schiffbruͤchigen.Es iſt vom beſten Brandwein, ſagte er: und wenn ihn das nicht wieder in das Leben bringt, ſo weiß ich nicht, was es thun ſoll. Mit dieſen Worten nahm er ſelbſt einen Schluck im Voraus, gleichſam um die Vorzuͤglichkeit des Getraͤnkes zu beweiſen, und war im Begriff, dem Manne etwas da⸗ von in den Mund zu gießen, als er auf einmal die Hand zuruͤckzog, und umdrehend ſagte:Norna, Ihr bürgt mit fuͤr alles Uebel, das mir von ihm geſchehen koͤnnte, wenn ich ihm Huͤlfe leiſte? Ihr wißt ſelbſt am beſten, Mut⸗ ter, was die Leute ſagen.

Statt aller Antwort nahm ihm Norna die Flaſche aus der Hand, und begann, dem Schiffbruͤchigen die Schlaͤfe und den Hals damit zu reiben, wobei ſie Mordaunt die nöthige Anweiſung gab, wie er deſſen Kopf halten ſolle, damit er das eingeſchluckte Seewaſſer wieder von ſich gaͤbe. Der Hauſirer fah unthaͤtig einen Angenblick zu, und fagte dann:Nun, es iſt nicht mehr ſo gefaͤhrlich, ihm zu hel⸗ fen, da er aus dem Waſſer iſt, und hoch und trocken am Ufer liegt; die Hauptgefahr iſt immer fuͤr die, welche ihn zuerſt beruͤhren. Aber es iſt ein Jammer, zu ſehen, wie dieſe Ringe der armen Menſchen geſchwollene Finger preſ⸗ ſen: wahrhaftig, ſeine Hand iſt ſo blau, wie der Ruͤcken el⸗ ner Krabbe, ehe ſie gekocht wird. Mir dieſen Worten ergriff er eine der kalten Haͤnde des Menſchen, deren zitternde Bewe⸗ gung ſo eben eine Spur des zuruͤckkehrenden Lebens an⸗ deutete, und ging an ſein Werk der Barmherzigkeit, indem er die Ringe, welche von einigem Werthe zu ſein ſchienen, von den Fingern zu ziehen begann. Wenn Dn Dein Leben lieb haſt⸗ laß ab, ſagte Norna