——P—P——
131
und von fremder Arbeit zu ſeyn ſchten. Das ſtarke Schloß widerſtand allen Anſtrengungen Bryces, es zu oͤffnen, bis er, mit großer Ruhe, Hammer und Meiſſel aus der Ta⸗ ſche zog und nun die Hespen aufzubrechen anfing.
Ergrimmt uͤber dieſe Theilnahmloſigkeit, ergriff Mor⸗ daunt ein Queerholz, das neben ihm lag, legte ſeine Buͤrde ſanft auf den Sand nieder, naͤherte ſich Bryce mit drohender Geberde und rief aus:„Du kaltbluͤtiger Unmenſch! Du ſtehſt entweder ſogleich auf, und hilfſt mir dieſen Mann wieder ins Leben zuruͤckzurufen, oder ich ſchlage Dich nicht allein windelweich auf dieſer Stelle, ſon⸗ dern zeige noch Magnus Troil Deine Diebereien an, da⸗ mit er Dich peitſchen laſſe, bis das Fleiſch von Deinen Knochen fallt, und Dich nachher vom Feſtlande verbanne.“
Der Deckel der Kiſte war gerade aufgeſprungen, als dieſer kraͤfrige Zuſpruch in Bryces Ohr drang, und das Innere des Fundes bot eine ſehr anlockende Ausſicht auf einen Vorrath von Sachen fuͤr See⸗ und Landgebrauch dar: Hemden, einfach und mit Spitzen⸗Manſchetten, ein ſilber⸗ ner Kompaß, ein Degen mit einem ſilbernen Griff, und andere Gegenſtaͤnde von Werth, von welchen der Hauffrer wohl wußte, daß ſie im Handel etwas gelten. Btyce war ſchon im Begriff aufzuſpringen, den Degen zu ziehen, der zugleich ein Stoß⸗ und Hiebdegen war, und„zum Gefecht ſich anzuſchicken“ wie Spencer ſagt, um nur nicht ſeine Beute fahren oder ſich bei ſeinem Geſchaͤft unterbrechen zu laſſen;— und da er, obgleich klein, doch ein ſtarker, vier⸗ ſchroͤtiger Kerl, noch in der vollen Kraft der Jahre, und uͤber ieß beſſer bewaffnet war, als ſein Gegner, ſo duͤrfte er icht Morda mehr zu ſchaffen gemacht haben, als dieſer ſeiner irrenden Ritter⸗Thaten willen verdiente.
9..


