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daß der Mann, der ſich naͤherte, kleiner war. Als er noch naͤher kam, erkannte Mordaunt den Hauſirer, mit dem er am vorigen Tage in Harfra zuſammengetroffen war, und den er fruͤher ſchon bei manchen Gelegenheiten kennen ge⸗ lernt hatte. Er rief ihm daher ſo laut er konnte zu?: „Holla Bryce! Komm her, Bryce!“ aber der Haͤndler, der an nichts weiter dachte, als einige Ueberbleibſel aus dem Schiffbruche aufzufiſchen und dieſe aus dem Bereich der Flut zu ziehen, ſchien eine Zeitlang auf ſein Rufen gar nicht Acht zu geben.
Als er ſich endlich Mordaunt naͤherte, ſo kam er nicht ihm beizuſpringen, ſondern ihm die Unbeſonnenheit ſeines Unternehmens vorzuwerfen.„Seyd Ihr toll?“ ſagte er: „„Ihr, der Ihr ſo lange auf Shetland gelebt habt, wollt es wagen, einen Ertrinkenden zu retten? Wißt Ihr nicht, daß, wenn Ihr ihn wieder in das Leben zuruͤckbringet, er Luch gewiß ein Leides zufuͤgt?— Kommt, Junker Mor⸗ daunt, ſteht mir bei, etwas Beſſeres zu thun. Helft mir eine oder zwei von dieſen Kiſten, ehe ein Anderer kommt, an das Ufer bringen, und wir wollen uns in das, was Gott giebt, theilen und ihm danken.“
Mordaunt war mit dem ſonderbaren Aberglauben nicht unbekannt, welcher, in fruͤhern Zeiten, unter der niederen Klaſſe der Shetlaͤnder wirklich gaͤng und gebe war, und dem viellelcht um ſo mehr nachgelebt wurde, da er zu ei⸗ nem Vorwande dienen konnte, den ungluͤcklichen Opfern des Schiffbruchs Beiſtand zu verſagen, waͤhrend man ihre Guͤter plunderte. Wie dem nun auch ſeyn mag, ſo bil⸗ dete doch der Glaube, daß, einen Ertrinkenden retten, im⸗ mer einer ſchlechten Wiedervergeltung ausfe zte, einen ſonder⸗
W. Scatt's Werke. C.c. 1


