Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Wellen verurſachte, da an das Land geworfen hatte, wo Mordaunt jetzt ſtand. Unter dieſen entdeckte ſein forſchen⸗ des Auge bald den Gegenſtand, der zuerſt ſeine Aufmerk⸗ ſamkeit auf ſich gezogen hatte, und den er jetzt, in der Naͤhe wirklich fuͤr einen Menſchen erkannte, der aber in einer höchſt mißlichen Lage war. Er hatte die Arme feſt und krampfhaft um den Balken geſchlungen, an den er ſich in dem Augenblicke des Stoßes angeklammert hatte, aber Bewußtſeyn und Bewegung hatten ihn verlaſſen, und die Lage, in welcher die Planke halb auf dem Ufer, halb noch im Meere lag, machten es moͤglich, daß ſie wieder vom Ufer hinweggeſpuͤlt wurde, in welchem Falle des Mannes Tod unvermeidlich war. Gerade als dieſe Umſtaͤnde dem jungen Merteun einzuleuchten begannen, ſah er eine ge⸗ waltige Welle ſich naͤhern, und eilte nun, zu Huͤlfe zu kommen, ehe ſie ſich braͤche, da das Zuruͤckſtroͤmen derſel⸗ ben hoͤchſt wahrſcheinlich den Ungluͤcklichen wieder mit fort⸗ reißen muͤßte.

Er warf ſich daher in die Brandung und packte den Koͤrper mit einer Gewalt, der aͤhnlich, mit der ein Hund

auf ſeine Beute ſtuͤrzt. Die Staͤrke der zuruͤckrollenden

Woge war groͤßer, als er erwartet hatte, und Mordaunt mußte einen harten Kampf fuͤr ſein eigenes und des Frem⸗ den Leben beſtehen, um nicht von ihr in das offene Meer

hinausgeriſſen zu werden, wo er, obgleich eln gewandter Schwimmer, von der Staͤrke der Flut entweder gegen die Felſen geſchmettert, oder in die weite See geſchleudert worden waͤre. Er behauptete indeß ſeinen Platz, und ehe die zweite Welle zum Angriff zuruͤckgekehrt war, hatte er ſchon den Koͤrper und die Planke, woran ſich dieſer feſt⸗

hielt, auf den Streifen trockenen Sandes gezogen. Wie