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Stimmen die zwar nicht ſo tobend, aber eben ſo dumpf, wie der Wellen klangen, über die ſie hinglitten,— die Bucht, in der ſie ſo eben hinfuhren, als den Ort ſelbſt angaben, wo ein blutiges Seegefecht vorgefallen; oder
wenn ſie der kanm ſichtbaren Haufen von Steinen, der
ſib auf einem hinausragenden Vorgebuͤrge erhob, als den Dun oder das Schloß eines maͤchtigen Grafen oder beruch⸗ tigten Piraten; den entfernten und einſamen grauen Stein auf dem wüſt⸗n Moor, als das Grab eines Helden, und vie wilde Hoͤhle, in welche die See, in gewaltigen, hohen und ungebrochenen Wellen hineintoſte, als die Wohnung einer bekannten Zauberin bezeichneten.
Auch der Ocean hatte ſeine Geheimuiſſe, deren Wir⸗ kung noch durch das matte Daͤmmerungslicht erhoͤht wurde, in welchem man ihn mehr als die Haͤlfte des Jahres hin⸗ durch nur undeutlich erblickte. Seine bodenloſen Tiefen und geheimnißvollen Hoͤhlen enthielten nach den Erzaͤh⸗ lungen Sweyns und Anderer, welche in den Sagen und Legenden bewandert, Wunder, welche neuere Schifffahrer mit Verachtung wegweiſen. In der ruhigen vom Monde beleuchteten Bucht, wo die Wellen ſich am Ufer ſanft kraͤuſelten, ſab man noch immer das Meerfraͤulein im Mondlicht dahingleiten, und hoͤrte ſie, die Stimme mit dem ſeufzenden Winde vermaͤhlt, von unterirdiſchen Wun⸗ dern ſingen, oder kuͤnftige Ereigniſſe verkuͤndigen. Der Kraken, dieſes gewaltigſte unter den lebenden Dingen, ruhte, ihrem Glauben nach, noch immer in der Tiefe des noͤrdlichen Oceans, und oft, wenn eine Nebelwand das Meer in der Entfernung bedeckte, ſah der Blick des er⸗
fahrnen Bootmanns die Hoͤrner des ungeheuern Leviathan W. Scott's Werke. CX. 3


