Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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29 wenn Du ganz dreiſt auf das Schloß gehſt und wie ge⸗ wöhnlich Deine Geſchäfte verrichteſt, mein Vater Dir nicht ein Wort ſagen wird.

Swertha bedachte ſich Anfangs, ob ſie dieſen kühnen Rath befolgen ſollte. Sie ſagte:ihrem Bedünken nach ſahe Herr Mertoun, als er zornig war, eher wie der hölli⸗ ſche Feind, als wie irgend ein Berſerker aus; ſeine Augen ſprüheten Feuer und der Schaum ſtand ihm auf den Lippen, und es würde die Vorſehung verſuchen heißen, wenn ſie ſich abermals einer ſolchen Gefahr ausſetzte. Der Sohn ſprach ihr indeſſen Muth ein, und ſo entſchloß ſie ſich endlich, dem Vater wieder unter die Augen zu treten, kleidete ſich in ihre gewöhnliche Hauskleidung, was Mordaunt vorzüg⸗ lich empfohlen hatte, ſchlich ſich auf das Schloß, uͤbernahm ihre verſchiedenen und zahlreichen häuslichen Verrichtungen wieder, und ſchien dabei fo angelegentlich beſchäftigt, als ob ſie nie außer Dienſt geweſen wäre.

Am erſten Tage nach ihrer Rückkehr zu ihrem Amte, ließ ſich Swertha gar nicht vor ihrem Gebieter ſehen, ſon⸗ dern glaubte, daß, nach einer dreitaͤgigen Nahrung mit kal⸗ ter Speiſe, eine warme Schüſſel, mit aller der Kunſt be⸗ reitet, welche ihr zu Gebote ſtand, die beſte Empfehlung für ſie ſeyn würde. Als Mordaunt ihr geſagt, daß ſein Vater die Veränderung in dem Mahle gar nicht einmal be⸗ achtet habe, und daß ſie ſelbſt bemerkte, daß, wenn ſis gelegentlich bei ihm vorüber ging, ihre Erſcheinung auf ih⸗ ren ſonderbaren Gebieter gar keinen Eindruck mache, begann ſie zu vermuthen, daß die ganze Sache gänzlich aus Herrn Mertouns Gedächtniſſe entſchwunden ſey. In dieſem Glau⸗ ben wurde ſie auch nicht eher wankend gemacht, als bis ei⸗ nes Tages, wa ſie ihre Stimme in einem Streite mit der