Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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der ſich ereignete, zeigte jedoch ſeinen Charakter bald in einem neuen Lichte und that allen weiteren Verſuchen zur uͤbermaͤßigen Bevortheilung auf einmal Einhalt.

In der Kuͤche des Schloſſes entſtand naͤmlich ein hef⸗ tiger Streit zwiſchen einer alten Gouvernante, welche bei Herrn Mertoun das Amt einer Haushaͤlterin verſah, und Sweyn Erikſon, einem ſo echten Shelaͤnder als je einer in einem Boot auf den Haaf⸗ Fiſchfang) ausging; und dieſer Zank wurde, wie es in ſolchen Faͤllen gewoͤhnlich iſt, mit ſo zunehmender Hitze und Gelaͤrm fortgeſetzt, daß er ſogar bis zu den Ohren des Herrn(wie man ihn nannte) erſcholl, der in einem einſamen Thurme ſo eben mit genauerer Un⸗ terſuchung eines neuen Packs Buͤcher von London beſchaͤf⸗ tigt war, welcher, nach langer Verzoögerung, nach Hull, von da auf einem Wallfiſchboot nach Lerwick und ſo nach Jarls⸗ hof gelangt war. Mit mehr als dem gewoͤhnlichen Aus⸗ bruche von Unwillen, den phlegmatiſche Leute immer ⸗aͤu⸗ tern, wenn ſie durch irgend eine unangenehme Veranlaſ⸗ ſung einmal in Bewegung kommen, ſtieg Mertoun die Treppe hinab, eilte dem Schauplatze des Streites zu, und that nun ſo raſche entſchiedene und dringende Fragen, daß die Partheien, trotz aller Ausfluͤchte, hinter denen ſie die Urſache des Streits verbergen wollten, ſie am Ende doch nicht laͤugnen konnten. Sie hatten ſich naͤmlich uͤber den Antheil geſtritten, welcher der ehrlichen Gouvernante und dem nicht weniger ehrlichen Fiſcher an ſeinem Gewinn von hundert Procent zuſtand, den der Kauf eines Vorraths von Kabliau, welchen die Erſtere von dem Letzteren zum

*) d. i. der Fiſchfang auf offener See, zum Unterſchiede von dem welcher an der Küſte hin getrieben wird.