Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
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nung, daß er eine treffliche Erziehung erhalten haben muͤſ⸗ ſe, die nur in einer Hinſicht auffallend vernachlaͤßigt wor⸗ den ſey, nemlich darin, daß Herr Mertoun kaum den Vor⸗ dertheil eines Schiffs von dem Hinterthetle zu unterſcheiden, und daß eine Kuh ein Boot beſſer zu regieren wiſſe, als er. Man konnte nicht begreifen, wie man, bei ſo großen Talenten in anderer Hinſicht, eine ſo grobe Unwiſſenheit in der allernothwendigſten Kunſt(wenigſtens fuͤr die ſhet⸗ laͤndiſchen Inſeln) verrathen koͤnne: aber ſo verhielt es ſich wirklich.

Wenn Baſil Mertoun nicht auf die eben erwähnte Art angeregt wurde, ſo ſahe man ihn gewoͤhnlich in ſich gekehrt und duͤſter. Laute Froͤhlichkeit verſcheuchte ihn ſoglelch, und ſelbſt die beſcheidene Munterkeit eines freundſchaftli⸗ chen Kreiſes hatte jedesmal die Wirkung auf ihn, daß er in noch tiefern Truͤbſinn verſank, als man ſonſt an ihm bemerkte.

Frauenzimmer haben gewoͤhnlich eine beſondere Sucht, Geheimniſſe zu ergruͤnden und Kummer zu mildern, vor⸗ zuͤglich wenn dieſe beiden Umſtaͤnde mit einem Manne in Verbindung ſtehen, der ein gutes Ausſehen hat und in den beſten Jahren iſt. Es iſt daher wohl moͤglich, daß un⸗ ter den blondlockigen und blauaͤugigen Toͤchtern von Thule dieſer geheimnißvolle und nachdenkliche Fremdling Eine ge⸗ funden haben dürfte, die es uͤber ſich genommen haben wuͤrde, ihn zu troͤſten, haͤtte er es auf irgend eine Weiſe an den Tag gelegt, daß er nicht abgeneigt ſey, dergleichen Liebesdienſte anzunehmen; allein, weit entfernt davon, ſchien er ſelbſt die Naͤhe des Geſchlechts zu fliehen, deſſen Mitleid und Troſt wir in jeder Bedraͤngniß, ſie ſey gei⸗ ſtig oder koͤrperlich, in Anſpruch zu nehmen pflegen.