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ude genug an einem, wollt Ihr Euch zwei auf den Hals aden?“
„Swanzig, wenn's nöthig iſt,“ ſagte ich. S
Ich faßte Raſhleigh am Kragen, dieſer leiſtete aber kei⸗ nen Widerſtand, ſondern ſagte mit verächtlichem Lächeln: Kahr hörts, Mac Gregor, er rennt ſelbſt in ſein Schickſal. Iſts meine Schuld, wenn er fällt? Die Verhaftsbefehle ſind hereits ausgefertigt, und alles iſt bereit.“*
Der Schotte war ſichtlich in Verlegenbeit. Er blickte rings umher, und ſagte dann:„Immer geb' ich's zu, daß man ihm übel mitſpielt, weil er ſich hinſtellt für ſeinene.
ater,— veimaledeit ſeyen Friedensrichter und Landrichud
chwarze Vieh heißt, die unſer armes Schottland ſeit hun⸗ ert Jahren geplagt haben;— es war wohl ein luſti Leben, wo jeder Mann ſein Hab und Gut mit eigener Fauſß ſchützte, da wurde man im Lande nicht geſchoren mit Ver⸗ haftsbefehlen und Beſchlagnahmen, und all dem Trug. Und nun noch einmal, mein Gewiſſen leidet es nicht, daß man dem armen Jungen übel mitſpielt, und ſonderlich auf dieſe Weiſe. Lieber wollt' ich, Eure Klingen kämen noch einmal an einander, und Ihr ſoͤchtet es aus, wie ehrliche Wänner.“ „Euer Gewiſſen, Mac Gregor!“ ſagte Naſbleigh; „Ihr vergeßt, wie lange Ihr und ich einander kennen.“ „Ja, mein Gewiſſen;“ wiederholte Campbell oder Mac Brrüor, oder wie er ſonſt hieß;„ich habe ein ſolches Ding, und damit möchte es wob! bei mir beſſer ſtehen, als bei Euch. Und was das betrifft, daß wir einander kennen,— wenn Ihr wißt, was ich bin, ſo wißt Ihr auch, welche Verhaudlung mich dazu gemacht hat, und was Ihr auch glauben moͤcht⸗ ich moͤchte nicht tauſchen mit dem ſiol⸗ zeſten von den Unterdruͤckern, die mich aus dem Hauſe ge⸗ trieben, und gezwungen haben, auf der Halde zu wohnen. Was Ihr ſeyd, Herr Raſleigh, und was fuͤr Entſchuldi⸗ gung Ihr habt, fuͤr das, was Ihr ſeyd, das moͤcht Ihr⸗ mit Eurem Herzen und dem juͤngſten Tag ausmachen.— Und nun Herr Franz, laßt ihn los, denn er ſpricht wahr,
8 und Sheriffe, und Conſtable's, und wie das andere
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