Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Da ich hiebey ein maͤßiger Zuſchauer war, und viel⸗ leicht mehr, als einmal, Neigung zeigte, das verbotene, und den ehrlichen Rathmann offenbar in Verlegenheit ſe⸗ tzende Geſpraͤch uͤber Campbell wieder aufzunehmen, ſo wurde ich ohne viele Foͤrmlichkeit mit dem Rathe entlaf⸗ ſen, den Gang zu dem Collegium hinaufzugehen, wo ich einige Leute finden wuͤrde, die gut griechiſch und lateiniſch ſpraͤchen, wenigſtens Geld gen ug dafuͤr bekaͤmen, und wenn ſie es nicht thaͤten, ſo ſoll ſie der Henker holen, und dort koͤnnte ich aucheinen Spruch aus der Bibeluͤberfetzung des wuͤrdigen Zacharias Boyd leſen, beſſere Poeſie koͤnne man nicht finden, wie ihm Leute geſagt haͤtten, die ſich darauf verſtuͤnden, oder wen igſtens verſtehen ſollten. Er milderte jedoch dieſe Entlaſſung durch eine guͤtige, freun⸗ ſchaftliche Einladung,wieder zu kommen, und Theil an ſeinem Mittags mahl zu nehmen, Punkt ein Uhr, es wuͤrde eine Hammelskeule kommen, und vielleicht ein Hammelskopf, denn dazu ſey jetzt die Zeit, vor allem aber, ſollte ich zuruͤckkommengenau um ein hr, dieß ſey die Stunde, wo er und der Zunftmeiſter, ſein Vater, ſtets gegeſſen haͤtten, und davon wichen ſie aus keiner Urſa⸗ che, und um keines Menſchen willen ab.

Neuntes Kapitel.

So faßt der thraciſche Hirte den Speer Erwartet muthig den gejagten Bär, And hört ihn im praſſeinden Hott, es zeigen Seinen Lauf die Baumie an, die ſich beugen. Er denkt:mein Todesfeind nahet ſich, Und im Kampfe muß fallen er oder ich! Palamon und Arnte.

Ich nahm den Weg nach dem Collegium, wie mir Heyr Jarvie vorgeſchlagen hatte, weniger in der Abſicht, irgend