Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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1⁰6 deren Verlauf die Wechſel proteſtirt werden, und das große Handlungshaus Osbaldiſtone und Treſham fallen wuͤrde. Es blieb mir alſo uͤberlaſſen, dem gaſtfreundlichen Mahl unſeres Wirths ſeine Ehre anzuthun, vornehmlich ſeinem Thee, den er geradenwegs aus Ching erhalten, ſeinem Kaffee, der, wie er uns durch einen Wink zu ver⸗ ſtehen gab, auf ſeiner elgenen Pflanzung auf Jamaika, ge⸗ nannt Salzmarkt⸗Waͤldchen, gewachſen war, ſeinem eng⸗ liſchen Bier mit geroͤſteten Brod, ſeinem geraͤucherten ſchottiſchen Salmen, ſeinen Herlngen, und ſelbſt ſein damaſtenes Tiſchtuch mußten wir bewundern, das, wie u dir leicht denken kannſt, von keiner andern Hand gewoben war, als von ſeinem verſtorbenen Vater, dem wuͤrdigen Zunftmeiſter Jarvje. Als ich durch dieſe kleinen Auf⸗ merkſamkeiten, die fuͤr die melſten Menſchen etwas gro⸗ bes ſind, die gute Laune unſeres Wirtös erhoͤht hatte, bemuͤhte ich mich auch, von ihm einige Nachrichten zu be⸗ kommen, die mich bei meinem Benehmen leiten, oder meine Neugier befriedigen konnten. Wir hatten bis jetzt der verfloſſenen Nacht nicht im geringſten erwaͤhnt, wes⸗ wegen meine Frage ziemlich unerwartet kam, als ich ohne vorlaͤufige Einleitung eine augenblickliche Pauſe benuͤtzte, welche die Abnahme des Tiſchtuchs verurſachte.Aber ſagt mir doch, Herr Jarvie, wer mag denn dieſer Robert Campbell ſeyn, mit dem wir in der letzten Nacht zuſam⸗ mentrafen? 1 Die Frage ſchien den ehrlichen Rathmann voͤllig aus der Faſſung zu bringen, und ſtatt zu a worten wieder⸗ holte er die Frage: Wer Herr Robe 1 hum, hum wer Herr Robert Campbe Nun, wer und was er iſt? ſagte ich.