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Gras auf dem Felde, aber wenn trockene Kraͤuter fuͤr der Arzt etwas werth ſind, ſo kann Euch Andreas nicht weni⸗ ger von Nutzen ſeyn. Es iſt ſo viel werth, als Euer Le⸗ ben, wenn ich bei Euch bleibe.“
„Auf meine Ehre,“ erwiederte ich;„es iſt ſchwer zu ſagen, ob Ihr ein groͤßerer Schelm, oder ein groͤßerer Narr ſeyd.— So wollt Ihr alſo bei mir bleiben, ich mag wollen, oder nicht.“
„Meiner Treu, ſo dachte ich,“ ſagte Andreas mit ent⸗ ſcheidendem Tone;„aber wenn Ihr es nicht wiſſet, wenn Ihr einen guten Diener habt, ſo weiß ich es, wenn ich einen guten Herrn habe, und— der Teufel ſoll mir in die Fuͤße fahren, wenn ich Euch verlaſſe,— und daß ich's⸗ rund heraus ſage, ich habe keine gehoͤrige Auffkündigung⸗ meines Dienſtes erhalten.“
„Eures Dienſtes! habe ich Euch zu meinem Diener angenommen? Ihr waret blos mein Fuͤyrer, deſſen Landes⸗ keuntniß ich auf dem Wege benutzte.“ 4
„Ich bin freilich nicht ſo eigentlich ein Bedienter, das gebe ich zu,“ wendete Andreas ein;“ aber Ihr wißt, ich habe auf Euer Bltten einen guten Platz aufgegeben, und nur eine Stunde vorher darum gewußt. Man kann zu Os⸗ haldiſtone Halle ehrlicher Weiſe auf wohlgezaͤhlte zwanzig Pfund Sterling kommen,— und das wollte ich nicht um eine einzige Guinee aufgeben,— ich rechnete darauf, daß ich wenigſtens bis zur Miethzeit bei Euch bleibe,— und ich denke, auf ſo lange gebuͤhrt mir auch Lohn, Koſtgeld und Trinkgeld.“
„Nichts, nichts,“ erwiederte ich,„dieſe unverſchaͤmten Forderungen helfen Euch zu nichts, und wenn ich wieder etwas davon zu hoͤren bekomme, ſo will ich Euch uͤberzeu⸗


