Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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den laͤſtigen, eingebildeten Narren, der ſich mir zum Hof⸗ meiſter aufdringen wollte, zu entlaſſen.

Dem zu Folge rief ich am Morgen ihn in mein Zim⸗ mer, und fragte ihn, was ihm fuͤr ſeine Begleitung nach Glasgow gebuͤhre. Herr Gutdienſt erblaßte, denn nicht mit Uarecht ſah er dieſe Fruge als die Einleitung zu einer na⸗ hen Entlaſſung an.

Ihr werdet doch, edler Herr, ſagte er nach einigem Zoͤgern,Ihr werdet doch

Sprich aus, Schurke, oder ich will dich.. ſagte ich, als Andreas unſchluͤſſig und gaffend daſtand, bei der doppelten Gefahr, alles zu verlieren, wenn er zu viel ver⸗ lange, oder einen Theil, wenn er weniger verlange, als ich zu geben geſonnen ſeyn moͤchte.

Wie ein guͤtiger Schlag auf den Ruͤcken die Luftroͤhre manchmal von etwas Hineingefallenem befreit, ſo kamen aguf meine Drohung, wie ein Pfeil, die Worte heraus: Achtzehn Pfennige auf den Tag wird doch nicht unbillig ſeyn..

Zweimal ſoviel, als gewoͤhnlich, und dreimal ſoviel, ais Ihr verdient; doch da iſt eine Guinee, und nun geht Eurer Wege.

ott behuͤt' uns! Seyd Ihr bei Sinnen, edler Herr? rief Andreas. 4

Ja wohl, aber Ihr koͤnntet mich von Sinnen bringen. Nun ich gab Euch ein Drittheil mehr, als Ihr verlangt habt, und Ihr ſteht da, und ſtarrt mich an, als haͤtt' ich Euch betrogen. Nehmt Euer Geld, und geht Eurer Wege. 4

Gott behuͤte uns! fuhr Andreas fort;womit habe ich Euer Edeln beleidigt? Gewiß, alles Fleiſch iſt, wie