Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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97 die Nacht ins Gefaͤngniß eingeſperrt! rief der Rathmann voll Zorn und Beſtuͤrzung.Bringt Haͤmmer und Zangen, und ruft nach Zunftmeiſter Yettlin, dem Schmid, und laßt ihn wiſſen, daß Rathmann Jarvie im Gefaͤngniß einge⸗ ſchloſſen iſt von einem hochlaͤndiſchen Spizbuben, der ſo hoch gehaͤngt werden ſoll, als Haman

Wenn Ihr ihn fangt, ſagte Campbell ruhig,aber halt, die Thuͤre iſt gewiß nicht verſchloſſen.

Bei der Unterſuchung fand ſich, daß die Thuͤre nicht allein offen gelaſſen war, ſondern daß Dougal auch die Schluͤſ⸗ ſel mit ſich genommen hatte, damit nicht ſogleich ſein Schließeramt wieder beſezt werden ſolle.

Er hat einen Schimmer von geſundem Menſchenver⸗ ſtand, der Dougal, ſagte Campbell;er wußte, daß eine offene Thuͤre mir in der Klemme nuͤzlich ſeyn koͤnnte.

Wir waren jezt auf der Straße.

Hoͤrt, Robin, ſagte der Rathmann;wenn Ihr ſo fort lebt, ſo ſolltet Ihr meinen einfaͤltigen Gedanken nach in jedem Gefaͤngniß in Schottland einen von Euern Geſel⸗ len als Schließer haben, es waͤre fuͤr den ſchlimmſten Fall.

Einen von meinen Vettern als Rathmann in jeder Stadt, moͤchte eben ſo gut ſeyn, Vetter Nicol, nun, gute Nacht oder guten Morgen, und vergeßt nicht das Wirthshaus von Aberfoil. 4

Ohne meine Antwort abzuwarten, ſprang er auf die andere Seite der Straße, und verſchwand in der Dunkel⸗ heit. Unmittelbar nach ſeinem Verſchwinden hoͤrten wir ein leiſes, aber ſeltjames Pfeifen, das augenblicklich beant⸗ wortet wurde.

Hoͤrt die hochlaͤndiſchen Teufel, ſagte Jarvie.Sie glauben, ſie ſehen ſchon ams Fuße des Benlomond, wo ſie

W. Scott's Werke. CII. 3