9 6 Mann, der Zunftmeiſter. Er wußte, daß wir alle unſere Schwaͤchen haͤrten, und liebte ſeine Freunde.— Ihr wer⸗ det ihn doch nicht vergeſſen haben, Robin?“ Dieſe Frage geſchah in einem milderen Tone, der mindeſtens eben ſo ſpaßhaft, als ruͤhrend klang.
„Ihn vergeſſen—!“ erwiederte Robin,—„warum ſollte
ich ihn vergeſſen haben?— ein ruͤſtiger Weber war er, und hat mein erſtes Paar Hoſen gewoben.— Aber kommt. Vetter,
Komm', fülle das Glas und die Kanne, wie recht,
Komm'’, ſattle vie Pferde, und ruf mir den Knecht,
Komm', öffne die Thore, und laſſe mich frei⸗
Mein Bleiben in Dunder, damit iſts vorbei.
„Still, ſtill!“ ſegte der Rathmann im Tone des Ge⸗ bieters.„Singen und jubeln ſo nahe am Ende des Feſt⸗ tags?— Dieß Haus moͤchte Euch leicht in einem an dern Tone ſingen hoͤren.— Je nun, wir ſind ja alle einmal ausgeglitſcht.— Stamhells, oͤffnet die Thuͤre!“
Der Kerkermeiſter gehorchte, und wir alle giengen hin⸗ aus. Stamhells blickte etwas erſtaunt auf die zwei Frem⸗ den, und wunderte ſich vermuthlich, wie ſie ohne ſein Wiſ⸗ ſen hereinkamen, aber Herr Jarvies Worte:„Freunde von mir, Stamhells,— Freunde von mir,“ brachten ſeine ganze Fragluſt zum Schweigen. Wir giengen in den untern Vor⸗ hof hiaab, und riefen mehr, als einmal nach Dougal; als wir keine Antwort erhielten, bemerkte Campbell mit hoͤh⸗ niſchem Laͤcheln:„wenn ich den Burſchen kenne, ſo wird er kaum auf den Dank fuͤr die Arbeit dieſer Nacht warten, ſondern iſt wahrſcheinlich ſchon in vollem Trabe nach der Gränze des Hochlands.“— 4
„Und haͤtte uns,— und vor allen Dingen mic für
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