Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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92 densnichter Ingkewood, Schreiber Jobſon, Herrn Morris, vor allem gedenket Eures gehorſamſten Dieners, Ro⸗ bert Exwmill, und der ſchoͤnen Diana Vernon. Gedenket alles deſſen, und zweifelt nicht laͤnger, daß der Brief an mich iſt. 3.

Ich erſtaunte uͤber meine Einfalt. Die ganze Nacht hindurch hatte die Stimme, ſelbſt die, wenn auch nur un⸗ vollkommen beebachteten Zuüge des Mannes Erinnerungen in mir geweckt, die ich vergebens an irgend einen beſtimm⸗ ten Ort, an irgend eine beſtimmte Perſon zu knuͤpfen ſuchte. Jezt tagte es bei mir auf einmal, dieſer Mann war Campbell ſelbſt, mit allen ſeinen Eigenheiten, mit der tiefen, ſtarken Stimme, dem unbeweglichen, ſtrengen, ddooch bedaͤchtlichen Ausdruck in ſeinen Zuͤgen, mit der ſchot⸗ tiſchen Ausſprache und den bilderreichen Reden, die er

zwar zuwetllen bei Seite legen konnte, die aber bei jeder

Gemüthsbewegung wiederkehrten, und ſeinem Spotte et⸗ was beißendes, ſeinen Vorwuͤrfen eine gewiſſe Heftigkeit verliehen. Mehr unter mittlerer Groͤße, als darüber, war ſein Gliederbau ſo kraͤftig, als es ſich nur immer mit Be⸗ weglichkeit vertrug, und daß er dieſe in hohem Grade be⸗ ſaß, zeigte die auffallende Leichtigkeit und Freiheit ſeiner Bewegungen. Zwei Dinge ſtoͤrten das Ebenmaaß ſeines Baues; ſeine Schultern waren im Verhaͤltniß zu ſei⸗ ner Groͤße ſo breit, daß er troz ſeiner Hagerkeit ziemlich vierſchroͤtig ausſah, und ſeine Arme, wiewohl rund und nervig, waren ſo lang, daß ſie beinahe haͤßlich ausfielen. Spaͤter hoͤrte ich, daß er auf dieſe langen Arme ſtolz ſei, und wena er ſeine hochlaͤndiſche Kleidung zrug, ſich die Strumpfbaͤnder knuͤpfen koͤnne, ohne ſich zu buͤcken; dieſe

langen Arme gewaͤhrten ihm einen großen Vortheil in der