Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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91 3 ein Maͤrzhaſe toller ſeyn ſoll, als ein Martinshaſe. We⸗ ber! der Teufel mag Euch aus dem Gewebe ziehen, das Euch der Weber machen wird. Spinner! Ihr moͤgt Euch ſelbſt eine gute Spule ſpinnen. Und dieſer junge Burſche da, den Ihr auf dem geradeſten Wege zum Teufel und zum Galgen fuͤhrt, der wird mit ſeinem Theaterweſen und ſeinen Verſen hier auch nicht helfen, ſo wenig, als Ihr mit Euern Verwuͤnſchungen und blanken Dolchen. Werden ſeine Reimereien ihm ſagen, wo Raſchleigh Osbaldiſtone iſt? oder wird Maibeth mit allen ſeinen Kernen und Gal⸗ logloſſen, und Ihr ſelbſt dazu, Rob, ihm fuͤnftauſend Pfund verſchaffen, um die in zehn Tagen faͤlligen Wechſel zu be⸗ zahlen? 4

Zehn Tage! antwortete ich, zog mechantſch Dia⸗ nas Brief heraus, und erbrach das Siegel, da die Zeit, wo ich es unverletzt erhalten ſollte, voruͤber war. Ein ge⸗ ſiegelter Brief fiel aus einem leeren Umſchlag, als ich ihn haſtig oͤffnete. Ein leichter Windſtoß, der ſeinen Weg durch die zerbrochenen Scheiben gefunden hatte, wehte den Brief⸗ zu Herrn Jarvies Fuͤßen, der ihn aufhob, mit unverhehlter Neugier die Addreſſe las, und ihn zu meinem Erſtaunen ſeinem hochlaͤndiſchen Vetter uͤbergab, mit den Worten: hier hat der Wind einen Brief ſeinem rechten Eigenthuͤ⸗ mer zugeweht, obgleich zehntauſend gegen eins zu wetten war, daß er nicht in Eure Haͤnde kommen wuͤrde.

Der Hochlaͤnder las die Addreſſe, und brach den Brief ſogleich ohne weiteres auf. Ich verſuchte ihn zu hindern.

Ihr muͤßt mir vorher beweiſen, daß der Brief an Euch iſt, ehe ich Euch geſtatten kann, ihn zu leſen.

Seyd ruhig, Herr Osbaldiſtone, ſprach der Bergbe⸗

wohner mit großer Ruhe;erinnert Euch an den Frie⸗