88 zu Ruckavrallachan, daß Ihr mir das Hirn eingeſchlagen, oder ich Euch zu einem Strick verholfen haͤtte. Aber Ihr muͤßt geſteyen, Ihr muͤrriſcher Teufel, waͤret Ihr's nicht ſelbſt, ich haͤtte den beſten Mann in den Hochlanden ge⸗ fangen.“,
„Ihr moͤchtets wohl verſucht haben,“ antwortete mein Fuͤhrer,„das weiß ich wohl; aber ſchwerlich waͤret Ihr ſo kurz weggekommen, denn wir herumſtreifende Hoch laͤnder ſind ein ungeberdiges Volk, wenn man von Gefaͤngniß ſpricht. Wir moͤgen nichts wiſſen von einem guten breiten Stuͤck Tuch um unſere Lenden, nichts von Beinkleidern aus Quaderſteinen und Strumpfbaͤndern von Eiſen.“
„Ihr werdet die ſteinernen Beinkleider und die eiſer⸗
nen Strumpfbaͤnder finden, und die haͤnfene Hals binde dazu. Nie hat jemand in einem civiliſirten Lande ſolche Streiche geſpielt, wie Ihr,— aber jetzt nehmt Euch in Acht, ich habe Euch gewarnt.“
„Gut Vetter,“ erwiederte der andere;„Ihr werdet doch ſchwarz gehen bei meiner Leiche.“
„Schwarz gehen, ja den Teufel! Robin, niemand als Raben und Kraͤhen, darauf geb' ich Euch meine Hand.
Aber wo ſind meine tauſend Pfund ſchottiſch, die ich Euch geliehen, wann werde ich die wieder ſehen?“
„Wo ſie ſind,“ erwiederte mein Fuͤhrer, nachdem er ſich einen Augendlick zu beſinnen geſchienen hatte,—„das kann ich Euch nicht gerade ſagen, wahrſcheinlich, wo der Schnee vom vorigen Jahre iſt.“
„Der liegt auf der Spitze des Schehallion, Spitzbube, und ich will mein Geld hier von Euch haben.“
„Ja, ja,“ gab der Hochtander zur Antwort,„aber
ich habe weder Schnee, noch Thaler in meiner Taſche⸗


