Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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auch mein Vater zu ſeiner Zeit, der Zunftmeiſter, ein wuͤrdiger Mann, Ehre ſeinem Andenken!“

Obgleich Owen bei Erwaͤhnung des Hauptbuchs ſeufzte,

und mich dadurch auf den niederſchlagenden Gedanken brachte, daß es mit der Bilance auch hier ſchlecht ſtehe; obgleich die Rede des wuͤrdigen Ratͤͤmanns viel Selbſt⸗ gefaͤlligkeit und einen unglückweiſſagenden Triumph uͤber ſeine hoͤhern Ein ſichten ausdruͤckte, ſo lag doch ſo viel Freimuthigkeit und gutmuͤthige Offenheit darin, daß ich unwillkuͤrlich Hoffnung ſchoͤpfte. Er verlangte einige Pa⸗ piere zu ſehen, nahm ſie haſtig aus Owens Hand, und ſetzte ſich auf das Bett, um, wie er ſagte, ſeine Beine ruhen zu laſſen, ließ ſich von dem Maͤdchen leuchten und uͤberlas die Schriften mit manchem Pah! Hum! uͤber de⸗ ren Inhalt.

Als mein Fuͤhrer ihn auf dieſe Weiſe beſchaͤftigt ſah, ſuchte er ſich ohne alle Complimente zu entfernen. Er machte mir ein Zeichen, zu ſchweigen und ſeine veraͤnderte Stellung zeigte die Abſicht an, ſich allmaͤhlig gegen die Thüre zu ſchleichen, ohne daß jemand darauf aufmerkſam wuͤrde. Aber der aufmerkſame Rathmann, ganz anderer Art, als meim alter Bekannter, der Herr Friedensrichter Inglewood, entdeckte es ſogleich, und rief:„Ich ſage Euch, Stamhells, ſeht nach der Thuͤre, ſchließt und verriegelt ſie, und haltet außen Wache.“

Des Fremden Stirne verfinſterte ſich, und er ſchien

einen Augenblick ſich ſeinen Ruͤckweg mit Gewalt bahnen

zu wollen, ehe er ſich aber entſchloſſen hatte, waren die ſchweren Riegel bereits vorgeſchoben. Er murmelte et⸗ was heftig in gaͤliſcher Sprache, ſchritt einige Augenblicke auf und nieder, ſetzte ſich dann, als waͤte er bereit, den