Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

79 muß damit fertig werden; doch ich bin ſchon mehr in der Klemme geweſen, und ſchlimmer, als dießmal.“

Mit dieſen Worten warf er den ſchweren Mantel ab, in den er gehuͤllr war, ſtellte ſich der Thuͤre gegenuͤber, auf die er einen ſcharfen, entſchloſſenen Blick warf, trat ein wenig zuruͤck, um ſeine Kraft zu ſammeln, gleich einem muntern Roſſe, das uͤber einen Schlagbaum ſezen foll. Ich zweifelte keinen Augenblick, daß er fich nicht aus ſeiner Verlegenheit retten wollte, indem er bei Oeffnung der Thuͤre dem Eintretenden entgegen ſprang, um ſich troz alles Widerſtandes den Weg auf die Straße zu bahnen. Sein Aeußeres zeigte auch eine ſolche Staͤrke und Gewandt⸗ heit, ſein Blick und Benehmen ſo viel Entſchloſſenheit, daß ich keinen Augenblick zweifelte, daß er ſich durch ſeine Geg⸗ ner durcharbeiten werde, wenn ſie ſich ihm nicht mit Waffen widerſezten.

Nach einem Augenblick peinlicher Erwartung oͤffnete ſich die Thuͤre, und es erſchlen— keine Wache mit aufgepflanz⸗ ten Bajonetten, oder mit Keulen, Streitaͤrten und Parti⸗ ſanen, ſondern ein artiges Maͤdchen in elnem Kamelotrok⸗ ke, der fuͤr den Gang durch die Straßen aufgeſchuͤrzt war, und eine Laterne in der Hand. Hierauf folgte eine wich⸗ tigere Perſen, ein ſtarker, kleiner, zlemlich wohlbeleibter Mann in einer Stuzperuͤcke, und, wle ſich hbald erwies, ein Mitglied der Stabtobrigkeit. Laͤrmend und athemlos vor muͤrriſcher Ungeduld trat er herein, und mein Fuͤhrer zeg ſich zuruͤck, als wollte er ſich ſeiner Beobachtung entziehen, er entgieng aber dem forſchenden Blicke nicht, den der Eintretende im Zimmer umherwarf. 3

„Nun, das iſt gut, ſo geziemt ſich's, Stamhells, daß