Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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ein Gegenmittel ausfindig zu machen. Die bereits erhal⸗ tene Warnung ſchien mir anzudeuten, daß meine eigene Freiheit in Gefahr ſey, wenn ich offen fuͤr Owen auftraͤte. Owen befuͤrchtete dieß ſelbſt, und in ſeinem uͤbertriebenen Schrecken verſicherte er mich, ehe ein Schotte einen Heller bei einem Englaͤnder wage, wuͤrde er ein Geſez finden, nach welchem er ſein Weib, ſeine Kinder, ſeinen Knecht, ſeine Magd, la den Fremden in ſeinem Hauſe verhaften laſſen koͤnnte. Die Geſetze gegen Schuldner ſind in den melſten Laͤndern ſo unbarmherzig ſtreng, daß ich ihm nicht ganz Unrecht geben konnte, und mich unter den jezigen Umſtaͤn⸗ den verhaften zu laſſen, das waͤre ſo viel geweſen, als haͤtte man den Angelegenhelten meines Vaters den Gnadenſtoß gegeben. In dieſer Bedraͤngniß fragte ich Owen, ob er nicht auch daran gedacht habe, zu meines Vaters zweitem Correſpondenten in Glasgow, Herrn Nicol Jarvie ſeine Zu⸗ flucht zu nehmen?“

„Ich habe dieſen Morgen an ihn geſchrieben,“ erwie⸗ derte er;„aber wenn das glattzuͤngige, hoͤfliche Haus in der Galgenſtraße mich ſo behandelt hat, was iſt von dem muͤrriſchen Groblan auf dem Salzmarkt zu erwarten? Ihr koͤnnt eben ſowohl von einem Maͤckler verlangen, daß er ſeine Procente aufgeben ſoll, als eine Gefaͤlligkeit von ihm erwarten, ohne ihn zu bezahlen. Er hat nicht einmal mei⸗ nen Brief beantwortet, ob er ihn gleich dieſen Morgen auf dem Weg nach der Kirche empfangen hat.“ Hier rief der ungluͤckliche Zahlenmann voll Verzwe flung aus:„Mein armer, theurer Herr!— mein armer, theurer Herr! O Herr Franz, Herr Franz, das kommt alles von Eurem Ei⸗ genſinn! Gott vergebe mir, daß ich ſo zu Euch ſpreche in