Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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zu dieſem Endzweck ihnen uͤberliefert werden ſollten. Owen wies dieß Verlangen mit Unwillen zuruͤck, als entehrend fuͤr ſein Handlungshaus, als ungerecht gegen die andern Glaͤubiger von Osbaldiſtone und Tresham, und als hoͤchſt undankbar von Seite derer, die dies Verlangen ſtellten.

Die ſchottiſchen Handelsfreunde erhielten, was Leu⸗ ten, die Unrecht haben, ſehr zu ſtatten kommt, im Laufe des Streits Gelegenheit und Vorwand, in Hize zu gera⸗ then, und unter dem Vorgeben, daß ſie gereizt worden ſeien, Maßregeln zu ergreifen, wovon ſie das Gefuͤhl fuͤr Schicklichkeit, wenn auch nicht die Anregung des Gewiſſens haͤtte abhalten ſollen.

Owen hatte, wie es, glaube ich, gewoͤhnlich iſt, einen kleinen Antheil an den Unternehmungen des Hauſes, deſſen erſter Buchhalter er war, und mußte deßhalb fuͤr alle Ver⸗ bindlichkeiten deſſelben perſoͤnlich haften. Dieß war den Herren Mac Vittie und Mac Fin bekannt, und in der Ab⸗ ſicht, ihn ihre Macht fuͤhlen zu laſſen, oder vielmehr, um ihn bei der Gelegenheit zu den fuͤr ſie vortheilhaften Maß⸗ regeln, die er ſo beſtimmt zuruͤckgewieſen hatte, zu zwin⸗ gen, ließen ſie ihn verhaften, was die ſchottiſchen Geſeze dem Glaͤubiger geſtatten, der einen Eid darauf ablegt, daß der Schuldner das Koͤnigreich zu verlaſſen geſonnen ſei. Kraft dieſes, ſo manchem Mißbrauch ausgeſezten Rechts war der arme Owen gefangen geſezt worden, den Tag zu⸗ vor, ehe ich auf eine ſo ſonderbare Weiſe in ſein Gefaͤng⸗ niß gefuͤhrt wurde.

Als ich dieſe beunruhlgenden Umſtaͤnde in Erfahrung

gebracht hatte, war die Frage uͤbrig, was iſt jezt zu thun? und dieſe war nicht leicht zu beantworten. Leicht erkannte ich die Gefahren, die uns umgaben, aber ſchwierig war es,