Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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*4— 270 es geben, wenn die Rathsherren Wind kriegten,— die ſchmußigen, gierigen Hallunken!“

Mein Fuͤhrer legte den Finger an den Mund, und

ſagte:„fuͤrchte nichts, Dougal; deine Hand ſoll mich nie hier einriegeln.“

„Das ſoll ſie nicht,“ ſagte Dougal;„ſie ſollte,— ſie wuͤrde,— ehe ſollte man ſie mir am Ellbogen abhacken. Aber wann geht Ihr wieder hinunter in's Land? Ihr wer⸗ det mir doch zu wiſſen thun— ich bin Euer armer Vetter, Gott weiß, wenn auch nicht Euer naher Vetter.“

„Ich will es dich wiſſen laſſen, Dougal, ſo bald, als meine Plane reif ſind.“

„Und, meiner Treu! wenn Ihr's thut, waͤre es Samstag Nachts zwoͤlf Uhr, ich werſe dem Buͤrgermeiſter die Schluͤſſel an den Kopf, ehe ich ſie noch einmal um⸗ drehe vor dem Sonntag Morgen,— ſeht, ob ich's nicht thue.“

Mein geheimnißvoller Fremder brach die Ausrufungen ſeines Bekannten kurz ab, indem er ihm in iriſcher, erſi⸗ ſcher, oder gaͤliſcher Sprache, wie ich nachber erfuhr, ſein Verlangen kund that. Die Antwort:„von ganzem Her⸗ zen— von ganzer Seele—, nebſt noch manchem andern aͤhnlichen Gemurmel, zeigte des Schließers Bereitwilligkeit an. Der Kerl pußte ſeine erloͤſchende Lampe, und machte mir ein Zeichen, ihm zu folgen.

„Geht Ihr nicht mit uns?“ ſagte ich zu meinem Fuͤhrer.

„Es iſt unnoͤthig,“ erwiederte er;„meine Begleitung koͤnnte Euch nachtheilig ſeyn, ich bleibe beſſer hier, um unſern Ruͤckzug zu ſichern.“