Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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— 60 Gott helfe ihm! zwei Zellen von Davin Lindſatz ſind mehr werth, als alles, was er je geſchrieben hat.“

„Du wirſt nicht erſtaunt ſeyn, wenn ich Dir ſage, daß ich beim Anhoͤren dieſer verkehrten Schilderung mei⸗ ner Gemuͤthsart und meiner Beſchaͤftigungen zuerſt daran dachte, den Herrn Gutdienſt bei der erſten ſchlcklichen Ge⸗ legenheit mit einer derben Zuͤchtigung unangenehm zu uͤberraſchen. Sein Freund bezeugte ſeine Aufmerkſamkeit nur durch:„ja, ja,“ und„niſt es wirklich ſo?“ und derglei⸗ chen Ausdruͤcke des Antheils, wenn Herr Gutdienſt einmal eine Pauſe machte, bis endlich auf eine laͤngere Bemerkung, deren Inhalt ich erſt aus meines getreuen Fuͤhrers Erwie⸗ derung abnahm, der ehrliche Andreas antwortete:„Meine Meinung ſoll ich ihm ſagen, ſagt Ihr?— Da waͤre Andreas ein rechter Narr.— Er iſt ein hiziger Teufel.— Er iſt wie Giles Heathertap's alter Cber, ſchlagt ein wenig nach ihm, und er iſt gleich oben hinaus.— Geduld mit ihm haben, ſagt Ihr? Meiner Treu’, ich weiß nicht, warum ich Geduld mit ihm haben ſoll? Aber der Junge iſt bei allem dem nicht uͤbel, er braucht nur jemand, der ſo recht fuͤr ihn ſorgt. Das Geld ſchluͤpft ihm durch die Hand wie Waſſer, und da iſt's denn kein ſchlimmes Ding, bei ihm zu ſeyn, wenn er die Hand im Beutel hat, und das iſt oft. Ueberdem iſt er von guten Eltern, und hat eine ſchoͤne Verwandtſchaft. Das Herz wird mir warm fuͤr den armen unbeſonnenen Jungen, Herr Hammergaw,— und dann der Lohn—“

Seine Stimme war in dieſem lezten Theile ſeiner lehrreichen Mittheilung allmaͤhlig leiſer geworden, wie es ſich fuͤr eine Unterrebung auf einem oͤffentllchen Plaze am Abend eines Feſttags auch beſſer ſchickte, und bald waren