——
ſer friedlichen Beſchaͤftigung mit Flinten, Piſtolen, Schwert, Dolch und Tartſche bewaſnet, mit Erſtaunen die Gegen⸗ ſtaͤnde des Luxus betrachteten, deren Gebrauch ſie nicht kann⸗ ten, und mit einer faſt beunruhigenden Begierde auf dasje⸗ nige blickten, was ſie kannten und ſchätzten. Stets verläßt der Hoa länder ſeine öden Berge mit Unwillen, und in je⸗ ner frühen Zeit war es, als riße man eine Fichte von ih⸗ rem Felſen, um ſie anderswohin zu pflanzen. Und doch wa⸗ ren damals die Thäler überoblkert, bis J inger und Schwert die Menſchenzahl allmählig verminderte, und manche hinab⸗ zogen nach Glasgow, dort ſich feſtſetzten, Arbeit ſuchten und fanden, ſo verſchieden ſie auch von der auf ihren heimath⸗ lichen Bergen ſeyn mochte. Dieſer Zu vachs von kraftvollen nützlichen Menſchen war für den Wohlſtand der Stadt von Wichtigkeit, er lieferte die Mittel, die wenigen Manufaktu⸗ ren, deren ſich damals die Stadt rühmte, fortzuführen, und legte den Grund zu ihrem nachfolgenden Wohlſtand.
Das Aeußere der Stadt entſorach dieſen günſtigen Um⸗ ſtaͤnden. Die breite, anſehnliche Hauptſtraße war mit öffent⸗ lichen Gebäuden geziert, deren Bauart jedoch mehr auffal⸗ lend, als geſchmackvoll war, und tief zwiſchen ſchmalen ſtei⸗ nernen Häuſern hin, deren Vorderſeite zuweilen reich mit Maurerarbeit verziert war, was der Straße etwas Edles und Großartiges gab, das den meiſten engliſchen Städten bei dem leichten vergänglichen Bau aus Backſteinen einiger⸗ maßen ſehlt.
Ich langte an einem Donnerſtag Morgens mit meinem Führer in dieſer Hauptſtadt des weſtlichen Schottlands an. Die Glocken tönten von den Thürmen, und eine zahlreiche Menge, die ſich durch die Straßen nach den Kirchen dräng⸗ te, zeigte uns, daß es ein Zeiertag ſei. Wir ſiegen an der


