Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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31 ich begnuͤgte mich deßhalb, ihm zu ſagen, daß er ſich künf⸗ tighin nach meinen Anweiſungen zu richten habe.

Andreas durch die Milde meines Tons ermuthigt, er⸗ hob den ſeinen wieder auf die anmaßende, gekünſtelte Weiſe, wie er es oft zu thun gewohnt war.

Ihr werdet mich nicht überreden, Herr, und niemand ſoll mich überreden, daß es geſund oder klug ſey, in der Nacht über dieſe Moore zu gehen, ohne ein Schlückchen Nel⸗ kenwaſſer, ein Glas Branntwein oder ſonſt eine Herzſtärkung zu ſich zu nehmen. Ich bin wohl hundertmal über die Ot⸗ terſcope⸗Berge gegangen, bei TDag und bei Nacht, aber nie konnte ich den Weg finden, wenn ich nicht mein Morgen⸗ ſchlückchen genommen hatte; zuweilen hatte ich ein Paar Faͤß⸗ chen Branntwein auf jeder Seite.

Mit andern Worten, Andreas, Ihr habt geſchmuggelt, wie kann es ein Mann von Euern ſtrengen Grundſaͤtzen über ſich gewinnen, das Zollamt zu betrügen?

Es iſt ja nur ein Raub an den Egyptiern, erwiederte Andreas;das arme alte Schottland hat genug gelitten von den ſchmählichen Burſchen, denn Acciſern und Zöllnern, die wie Heuſchrecken über uns gekommen ſind ſeit der unſeligen Union; darum muß ein guter Sohn ihr manchmal eine Herz⸗ ſtärkung bringen, wenn es auch das elende Diebsvolk nicht haben will.

Bei genauerer Nachfrage erfuhr ich, daß Andreas oſt als Schmuggler über dieſe Bergwege gegangen ſey, vor und während ſeiner Anſtellung im Schloſſe Osbaldiſtone, ein Um⸗ ſtand, der für mich nur in ſo weit von Wichtigkeit war, als

ler mir ſeine Tauglichkeit als Fuͤhrer bewies, trotz des Streichs,

den er mir anfangs geſpielt hatte. Auch jetzt noch, obwohl er langſamer ritt, ſchien der Abſchiedstrunk, oder was ihn