Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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wurde ich ſo zornig, daß ich drohte, meine Piſtolen zu neh⸗ men, und dem Herrn Andreas Heisſporn eine Kugel nachzu⸗ ſchicken, die ſeinem tollen Rennen ein Ende machen würde, wenn er es nicht von ſelbſt einſtelle. Erſichtlich machte dieſe Drohung einigen Eindruck auf ſein gegen mildere Bitten tau⸗ bes Ohr, denn als er es hörte, mäßigte er den Lauf ſeines Pferdes, ließ mich an ſeiner Seite reiten, und bemerkte: Es iſt nicht viel Verſtand dabei, auf eine ſo närriſche Weiſe zu reiten.

Wie nun, Schurke, warum habt Ihr es denn doch ge⸗ than? erwiederte ich in ſteigender Hitze, worein man, bei⸗ laͤufig geſagt, nicht leichter geräth, als wenn man kurz vor⸗ her ein wenig in Gefahr geweſen iſt, denn die Furcht facht, wie ein Paar Waſſertropfen, die in ein Gluthfeuer geworfen werden, gewiß die Flamme, die ſie nicht dämpfen kann, noch mehr an.

Was iſt denn Euer Wille, lieber Herr? fragte Andreas mit unerſchuͤtterlicher Ruhe.

Mein Wille, Schurke? Ich habe Euch die ganze Stunde zugerufen, langſamer zu reiten, und Ihr habt mir nicht einmal geantwortet. Seyd Ihr betrunken oder toll, Euch ſo betragen?

Ja, lieber Herr, ich höre ein wenig ſchwer, und ich will nicht läugnen, ich habe ein Schlückchen zu mir genom⸗ men, ehe ich das alte Haus verließ, wo ich ſo lange gelebt habe; da hat mir nun niemand Beſcheid gethan, ich mußte es alſo ſelbſt thun, oder das Stümpchen Branntwein den Papiſten zurücklaſſen, und das wäre doch Schade geweſen.

Das mochte alles ganz wahr ſeyn, und meine Lage er⸗ forderte, mit meinem Führer auf gutem Fuße zu ſtehen;