Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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hbald Moor, bald Schiefergrund, nichtsdeſtoweniger aber

ritt Andreas immer im ſchaͤrfſten Trott voran. Ich war erſtaunt und unwillig uͤber ſeinen Eigenſinn, denn wirrit⸗ ten ſteile Pfade hinan und hinab uͤber einen Boden, wo man fuͤglich den Hals brechen konnte an Abgruͤnden vorbei, wo ein Ausglitſchen des Pferdes dem Reiter einen ſichern Tod gebracht haͤtte. Der Mond warf ein mattes unge⸗ wiſſes Licht, aber an manchen Stellen waren wir im Schat⸗ ten der Berge in ſo dichter Finſterniß, daß ich meinem Vor⸗ reiter nur von dem Hufſchiag ſeines Pferdes und den Fun⸗ ken, die er aus den Steinen ſchlug, geleitet folgen konnte. Dieſe heftige Bewegung, die Aufmerkſamkeit, die ich um meiner perſoͤnlichen Sicherheit willen, der Fuͤhrung melnes Pferdes widmen mußte, kam mir zu Statten, indem meine Gedanken gewaltſam abgelenkt wurden von den mannigfa⸗ chen ſchmerzlichen Betrachtungen, die mich außerdem nie⸗ dergebeugt haͤtten. Endlich ader, als ich meinen Fuͤhrer wiederholt zuruͤckgerufen hatte, wurde ich im Ernſte zor⸗ nig uͤber ſeine Hartnaͤckigkeit, mir weder gehorchen, noch aatworten zu wollen. Mein Zorn war indeß voͤllig unmaͤch⸗ tig. Ich verſuchte ein paarmal, meinem eigenſinnigen Füh⸗ rer zur Seite zu reiten, in der Abſicht, ihn mit der um⸗ gekehrten Peitſche vom Pferde zu ſchlagen, aber Andreas war beſſer beritten, als ich, und die Lebhaftigkeit ſeines Pferdes, oder wahrſcheinlicher ein gewiſſes Vorgefuͤhl mel⸗ uer guͤtigen Abſichten, ließ ihn noch ſchneller fortſprengen, wenn ich ihn zu erreichen verſuchte. Ich ſelbſt mußte nun die Sporen gebrauchen, um ihn im Geſicht zu behalten, denn ohne einen Fuͤhrer, das ſah ich nur alzzuwohl, würde ich meinen Weg durch die öde Wildniß nicht finden, die

wir jezt in ſo ungewoͤhnlicher Eile durchzogen. Endlic