Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Kopf ſinken, uͤberwaͤltigt von ihrer Guͤte, wie von ihrer Feſtigkeit. Schnell gab ſie dem Geſpraͤch eine andere Wen⸗ dung.

Hier iſt ein Brief an Euch, Herr Osbaldiſtone, rich⸗ tig und deutlich uͤberſchrieben, aber trotz aller Vorſicht deſ⸗ ſen, der ihn ſchrieb und abſendete, moͤchte er wohl ſchwer⸗ lich Euch zugekommen ſeyn, wenn er nicht einem bezauber⸗ ten Zwerg in die Haͤnde gefallen waͤre, den ich, wie alle bedraͤngten Romanfraͤulein, in meinen geheimen Dienſten habe.

Ich oͤffnete den Brief, und uͤberlas ihn, das ent⸗ faltete Blatt ſiel mir aus der Hand mit dem unwillkuͤr⸗ lichen Ausruf:Gerechter Himmel! melne Thorheit und mein Ungehorſam hat meinen Vater zu Grunde gerichtet!

Diana ſprang auf, ſichtbar bewegt und bekuͤmmert. Ihr werdet blaß Euch iſt uͤbel ſoll ich ein Glas Waſſer bringen? Ermannt Euch, Herr Osbaldiſtone, ſeid ſtark. Iſt Euer Vater lebt er nicht mehr?

Er lebt, Gott ſei Dank! aber in welcher Noth und Bedraͤngniß!

Wenn es weiter nichts iſt, ſo duͤrft Ihr nicht ver⸗ zweifeln. Darf ich den Brief leſen? fragte ſie, und hob ihn auf.

Ich willigte ein, ohne recht zu wiſſen, was ich ſagte. Sie las ihn mit großer Aufmerkſamkeit.

Wer iſt dieſer Tresham, von dem der Brief unterzeich⸗ net iſt? Meines Vaters Handelsgeſellſchafrer, der ſich aber wenig um die Geſchaͤfte des Hauſes bekuͤmmert.

Er ſchreibt hier von verſchiedenen Briefen, die fruͤhet ſchon an Euch abgeſendet wurden. 30 3