Teil eines Werkes 
102. Band, Robin der Rothe : 3. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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rei, doch können ſie kein Paar zuſammen ausmachen, denn ſie gehören beide auf die rechte Hand.

Diana biß vor Unmuth in die Lippen und erröthete abermals.

Ihr habt Recht, mich nicht zu ſchonen, erwiederte ſie mit Bitterkeit;andere Freunde wuͤrden blos aus dem, was ich ſagte, geſchloſſen haben, daß ich keine naͤhere Er⸗ klaͤrung geben will uͤber einen Umſtand, der keiner bedarf, wenigſtens nicht fuͤr einen Fremden. Ihr habt richti⸗ ger geurtheilt, und mich fuͤhlen laſſen, daß Doppelzuͤngig⸗ keit nicht nur an ſich widrig, ſondern, daß ich auch nicht im Stande ſey, eine Verſtellung durchzufuͤhren. Ich ſage Euch jetzt offen, dieſer Handſchuh gehoͤrt nicht zu jenem, wie Ihr ſehr ſcharfſichtig bemerkt habt. Er gehoͤrt einem Freunde, der mir noch theurer iſt, als das Original von Vandyke's Gemaͤlde, einem Freunde, durch deſſen Rath⸗ ſchlaͤge ich geleitet wurde, und geleitet ſeyn will, den ich ehre, den ich Sie hielt inne.

Ihr Ton erbitterte mich, und ich ergaͤnzte die abge⸗ brochene Rede,den ſie liebt, wollte Fraͤulein Vernon ſagen.

und wenn ich ſo ſagte, erwiederte ſie ſtolz,wer wird mich uͤber meine Zuneigung zur Rede ſiellen?

Sicherlich nicht ich, Miß Vernon. Ich bitte Euch, mir eine ſolche Anmaßung nicht zuzuſchreiben. Aber, fuhr ich mit einigem Nachdruck fort, denn ich war nun auch gereizt,ich hoffe, Miß Vernon wird einem Freunde, dem ſie dieſen Namen entziehen zu wollen ſcheint, verzei⸗ hen, wenn er bemerkt

Bemerket nichts, fuhr ſie mit einiger Heftigkeit fert,als daß ich weder bezweifelt, noch befragt ſeyn will.