Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

115

Eures Vaters haben. Ueberhaupt ſind Raſhleighs Ent⸗ wuͤrfe von einer Art, daß...(ſie brach plötzlich ab, als fuͤrchtete ſie ſich, zu viel zu ſagen) kurz, ſie ſind von der Art aller ſelbſtſuͤchtigen und gewiſſenloſen Plaͤne, die man ſchnell aufgiebt, ſobald die, welche ſie hegen, bemerken, daß ſie entdeckt und bewacht ſind. Darum rufe ich Euch mit Eurem Lieblingsdichter zu: 4

Zu Roß! zu Roß! nur Furcht mag zweifelnd zagen!

Ein unwiderſtehliches Gefuͤhl riß mich fort:Ach, Diana, Ihr koͤnnt mir den Rath geben, als Osbaldiſtone⸗ Hall zu berlaſſen⸗ dann, ja dann bin ich allzulange hier geweſen.

Miß Vernon erroͤthete, fuhr aber mit großer Feſtlg⸗ keit fort:ja, ich gebe Euch dieſen Rath, nicht blos Os⸗ baldiſtone⸗Hall zu verlaſſen, ſondern auch den, nie zuruͤck⸗ zukehren. Ihr laßt hier nur Ein freundich ⸗geſiuntes Weſen zuruͤck, fuhr ſie mit einem gezwungenen Laͤcheln fort,und dieſe iſt lange gewohnt, ihre Freundſchaft und ihren Troſt der Wohlfahrt anderer aufzuopfern. In der Welt werdet Ihr hundert ſinden, deren Freundſchaft eben ſo uneigennuͤtzig, weit nuͤtzlicher, minder mit widrigen Umſtaͤnden belaſtet, minder unter dem Einfluß boͤſer Zungen und böſer Zeiten iſt.

Nlemals! rief ich aus,niemals! die Welt kann mir nichts bieten für das, was ich zuruͤcklaſſen muß.Hier ergriff ich ihre Hand, und druͤckte ſie an meine Lippen.

Das iſt Thorheit! rief ſie aus.Das iſt Toll⸗

8