Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Sie ſchwieg einen Augenblick und ſprach dann feſt: das Ihr augenblicklich Osbaldiſtone⸗Hall verlaßt, und nach London zuruͤckkehrt. Ihr ſeyd vielleicht, fuhr ſie in einem ſanfteren Tone fort,ſchon zu lange hier geweſen; doch das war nicht Euer Fehler. Jeder weitere Augen⸗ blick, den Ihr hier verſchwendet, iſt ein Verbrechen. Ja, ein Verbrechen; denn ich ſage Euch offen, wenn Raſh⸗ leigh lange Eures Vaters Angelegenheiten leitet, ſo könnt Ihr ſeinen Untergang fuͤr gewiß anſehen.

Wie iſt dieß moͤglich?

Fragt mich nicht, ſagte ſie;ſondern glaubt mir, Rafhleighs Abſichten gehen viel weiter, als auf den Be⸗ ſitz oder die Vermehrung von Handelsreichthum. Er wird die Leitung der Einkuͤnfte und des Vermoͤgens Eures Vaters nur dazu benuͤzen, ſich die Mittel zu ſeinen ehr⸗ geizigen und ausgedehnten Entwürfen zu verſchaffen. Dieß war unmoͤglich, ſo lange Euer Vater in England war;

während ſeiner Abweſenheit werden ſich Rafhleigh manche Gelegenheiten darbieten, und er wird ſie nicht ungenuzt voruͤbergehen laſſen.

Aber wie kann ich, mit meinem Vater in Unfrieden, und von allem Antheil an ſeinen Geſchäͤften ausgeſchloſſen, dieſer Gefahr durch meine bloſe Anweſenheit in London zuvorkommen?

Dieſe Anweſenheit allein wird ſchon viel thun. Euer Anſpruch auf Mitaufſicht iſt ein Theil Eures Ge⸗ burtsrechts und iſt unverlkerbar: Ihr werdet wenigſtens den Beiſtand des Oberſchreibers und der Handelsfreunde