Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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11² liefert Wenn Ihr indeß, mein Fraͤulein, mir eine Auffor⸗ derung

Verzeiht, Franz, die Aufmunterung habe ich nicht gegeben, Ihr habt ſie genommen. Ich meinte weder ei⸗ gene Arbeit, noch Uederſetzung, da ich glaubte, daß Ihr Eure Zeit zu etwas beſſerem anwenden koͤnntet, als zu

beiden. Ihr ſeid empfindlich, fuhr ſie fort,und es thut

mir Leld, die Urſache davon zu ſeyn. Nicht empfindlich, gewiß nicht empfindlich, ſagte

ich in moglichſt guter Laune, es wollte aber damit nicht gelingen.Ich bin Euch ſehr verbunden durch die Theil⸗

nahme, die Ihr mir beweist. Nein, nein, fuhr ſie unbarmherzig fort;in die⸗ fem gezwungenen Tone liegt Empfindlichkeit und ein we⸗

nig Verdruß. Seid nicht unmuthig, daß ich Eure Gefuͤhle

bis auf den Grund beruͤhre, vielleicht geſchieht dieß noch mehr durch das, was ich Euch zu ſagen habe.

Ich fuͤhlte mein kindiſches Betragen, daß ſie ſich da⸗ gegen weit maͤnnlicher benehme, und verſicherte ſie, ſie

duͤrfe nicht fuͤrchten, daß ich uͤber einen Tadel unwillig

werden wuͤrde, der ſo gut gemeint ſei.

Das war ehrlich gemeint und geſagt, erwiederde ſte;ic wußte wohl, daß dieſe Dichterempfindlichkeit mit dem Raͤuſpern verflog, das Eure Antwort ankuͤndigte. Aber

jetzt muß ich ernſthaft ſeyn. Habt Ihr kuͤrzlich nichts

von Eurem Vater gehoͤrt?

Nicht ein Wort, erwiederte ich;er hat mich eit

einer