Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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mann, ſehen, um ihn ſelbſt zu fragen, was er denn eigent⸗ lich hoͤrte, wenn ſich dieß naͤmlich ohne viele Muͤhe thun laͤßt.

Nichts iſt leichter, bemerkte Andreas;ich darf nur meinem Vetter zu verſtehen geben, daß Ihr ein oder

wei Paar Struͤmpfe braucht, und er geht mit mir den Augenblick.

O ja, verſichert ihn, daß ich ihm abkaufen werde, und da der Abend ſchoͤn wird, wie Ihr ſagt, ſo gehe ich im Garten ſpazieren, bis er kommt, der Mond wird bald aufgehen. Ihr koͤnnt ihn an das kleine hintere Thor brin⸗ gen, und ich will indeſſen in der hellen friſchen Mondnacht die Buͤſche und Hecken von Immergruͤn betrachten.

Recht gut, recht gut, das iſts, was ich oft ſagte; die Kohlblaͤtter glaͤnzen im Mondſchein ſo lieblich, wie eine Dame in ihren Diamanten.

Nach dieſen Worten entfernte ſich Andreas Gutdienſt aͤußerſt wlohgemuth. Mit dem groͤßten Vergnuͤgen ging er den ziemlich weiten Weg, um ſeinem Vetter den Ver⸗ ſchluß einiger Handelsartikel zu verſchaffen, obgleich er wahrſcheinlich nicht ſo viel Geld aufgewendet haͤtte, daß er ihn mit einem Auart Bier haͤtte bewirthen koͤnnen. Die Zuneigung eines Englaͤnders, haͤtte ſich auf eine voͤllig ent⸗ gegengeſetzte Weiſe geaͤußert, dachte ich, als ich durch die weichen, kurzgeſchorenen Raſengaͤnge hinſchritt, welche mit hohen Hecken von Eibenbaͤumen und Stechpalmen einge⸗ faßt, den alterthuͤmlichen Garten von Osbaldiſtone⸗Hall durchſchnitten.

Als ich mich umwandte, blickte ich unwillkuͤhrlich nach den Fenſtern der Bibliothek, die zwar von geringer Groͤße, doch in ziemlicher Anzahl laͤngs dem zweiten Stocke auf