Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

0 93

blickte hin und her, und haͤtte es ihnen allen recht in den Hals hineinſtoßen moͤgen, die Campbells ſeyen alle ſammt und ſonders von jeher muthige, kluge, krlegeriſche und wuͤrdige Leute geweſen. Wenn Ihr nun ſicher ſeyd, daß nicht ein Tropfen Blut von Euch mit den Campbells ver⸗ wandt iſt, wie ich es auch nicht bin, ſo weit ich meine Verwandſchaft berechnen kann, ſo will ich Euch meine An⸗ ſicht von der Sache ſagen.

Seyd verſichert, ich ſtehe in keiner Verbindung ir⸗ gend einer Art mit einem Manne dieſes Namens.

Nun, dann koͤnnen wirs ruhig beſprechen. Von den Campbells iſt, wie von andern Namen, gutes und böͤſes zu ſagen. Aber uͤber den Mac Callumore iſt jetzt ein wunderliches Gerede unter den großen Leuten in London; man kann es nicht ſo recht ſagen, auf welcher Seite er ſteht, ſo daß niemand mit ihm anbinden mag; nun hieß es am Ende, die Sache mit Morris ſey eine bloße Laͤſte⸗ rung, und haͤtte er nicht Buͤrgſchaft geleiſtet, ſo waͤre er beinahe an den Schandpfahl gekommen.

Mit dieſen Worten nahm der ehrliche Andreas ſeine Hacken, Spaten und Rechen zuſammen, warf ſie gemaͤchlich in einen Schubkarren, und ließ mir, waͤhrend er ſie wegſchaffte, volle Zeit zu weitern Fragen. Ich hielt es fürs beſte, ge⸗ rade alles auf einmal zu ſagen, damit der zudringliche Kerl nicht wichtigere Urſachen meinem Schweigen unterle⸗ gen moͤchte. 3 d

Ich moͤchte Euern Landsmann ſehen, und ſeine Neu⸗ ggkeiten von ihm ſebſt hoͤren. Ihr wißt vermuthlich, daß ich durch die unverſchaͤmte Thorheit dieſes Morris(An⸗ dreas ſchmunzelte bedeutſam) in einige Ungelegenheit ge⸗ kommen bin, und ich moͤchte nun Euern Vetter den Kauf⸗