86— licher Freund von harter Arbeit war, ſeinen Spaten auf einige Minuten bei Seite zu legen. Vor allem aber fand Andreas bei dieſen kurzen Zuſammenkuͤnften eine Gelegen⸗ heit, ſeine geſammelten Neuigkeiten oder ſeine ſchlauen ſpoͤttiſchen Bemerkungen, die Kinder einer aͤcht ſchottiſchen Laune, an Mann zu bringen.
„Was ich ſage, Herr,“ fieng er eines Abends mit ei⸗ nem hoͤchſt bedeutſamen Geſichte an;„ich bin im Dorfe unten geweſen.“
„So, Andreas; vermuthlich habt Ihr einige Neuig⸗ keiten im Bierhauſe gehoͤrt?“
„Nein, Herr, ich gehe nie ins Bierhaus,— außer wenn ein Nachbar mir eine Flaſche oder ſonſt was gibt; denn auf eigene Koſten dahin gehen, das heißt ſeine koſt⸗ bare Zeit und ſein ſauer verdientes Geld wegwerfen.— Nun, wie ich ſagte, ich war im Dorfe drunten wegen ei⸗ nes kleinen Geſchaͤftchens mit Mattie Simpſon, der eine halbe Metze Birnen braucht, die man im Herrenhaus nie miſſen wird,— und wie wir ſo im beſten Handel drin wa⸗ ren,— wer kommt herein,— Pate Macready, der rel⸗ ſende Kaufmann.“ 3
„Den Landkraͤmer meint Ihr vermuthlich.“
„J nun, wle Ihr ihn nennen wollt, aber es iſt ein huͤbſcher Handel und bringt was ein,— bei unſern Leuten
hat man ihn lang getrieben.— Pate iſt ein entfernter Vetter von mir, und wir waren erfreut, einander zu tref⸗ fen.“
„Und Ihr giengt dann, und habt eine Flaſche Bier mit einander ausgetrunken, Andreas?— Um's Himmels willen, macht Eure Geſchichte kurz.“


