Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Geſundheit, die ich Percie zubrachte, ſetzte mich auf einen freundlichen und vertraulichen Fuß mit allen den jungen Herrn, Thorncliff allein ausgenommen.

Ich habe ſchon der Abneigung dieſes jungen Menſchen gegen mich erwaͤhnt, der zwar etwas mehr Verſtand, aber auch eine weit ſchlimmere Gemüthsart, als irgend einer ſeiner Brüder hatte. Finſter, muͤrriſch, zankſüchtig betrachtete er mich als einen überlaͤſtigen Gaſt zu Osbaldiſtone⸗Hall, und ſah mit neidiſchen, eiferſüchtigen Augen meine enge Verbin⸗ dung mit Diana Vernon, die er jenem Familien⸗Vertrag

zufolge als ſeine beſtimmte Braut betrachtete. Daß er ſie

liebe, konnte man ſo im eigentlichen Sinne des Worts kaum ſagen, aber er betrachtete ſie als etwas, das ihm gehöre, und grollte über dieſe Dazwiſchenkunft eines Dritten, die er we⸗ der zu hindern, noch zu ſtören wußte. Ich verſuchte bei ver⸗ ſchiedenen Gelegenheiten einen verſöhnenden Ton gegen ihn anzuſtimmen, aber er wies mein Entgegenkommen auf eine beinahe ſo zierliche Weiſe zurück, wie ein knurrender Flei⸗ ſcherbund, der uͤber das verſuchte Anlocken eines Fremden bofe wird. Ich überließ ihn deßhalb ſeiner übeln Laune, und kuͤmmerte mich nicht weiter darum.

Auf dieſem Fuße ſtand ich mit der Familie zu Osbal⸗ diſtone⸗Hall; ich muß aber auch noch eines andern Haus⸗ genoſſen erwähnen, mit dem ich gelegentlich ins Geſpräch kam. Dieß war Andreas Gutdienſt, der Gärtner, welcher ſeit ſeiner Entdeckung, daß ich ein Proteſtant ſei, mich ſelten vorübergehen ließ, ohne mir aus ſeiner ſchottiſchen Doſe eine freun dſchaftliche Priſe auzubieten. Aus dieſer Höflichkeit erwuchſen immer mehrere Vortheile. Erſtens koſtete ſie ihn nichts,— denn ich ſchnupfte nie, und zweitens war es eine vortreffliche Entſchuldigung für Andreas, der kein ſender⸗