Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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und ich brachten einen großen Theil unſerer ei mit unſern beiderſeitigen Studien zu, die übrigen von der Familie töd⸗ teten die ihrige in ſolchen Jagdbelnſtigungen und andern Zeitvertreiben, wie ſie die Jahrszeit mit ſich brachte, und auch wir nahmen unſern Theil daran. Mein Oheim war ein Gewohnheits⸗Menſch, und wurde meine Gegenwart, ſo wie meine Lebensart nach und nach ſo gewohnt, daß er mir im Ganzen ziemlich gewogen war. Vermuthlich wäre ich in ſeiner Gunſt noch höher geſtiegen, haͤtte ich zu dieſem Zwecke dieſelben Mittel anwenden wollen, wie Raſhleigh, der, ſei⸗ nes Vaters Abneigung gegen Geſchäfte benützend, ſich all⸗ mählig die Leitung ſeines Vermögens zugeeignet hatte. Ob⸗ wohl ich aber bereitwillig meinem Oheim mit meiner Feder und meiner Rechenkunſt zu Dienſten ſtand, ſo oft er an ei⸗ nen Nachbar ſchreiben, oder mit einem Paͤchter abrechnen wollte, und in ſo weit ein nützlicherer Genoſſe ſeiger Fami⸗ lie war, als irgend einer ſeiner Söhne, ſo war ich doch nicht Willens, ihn mir durch die völlige Uebernahme ſeiner Geſchaͤfte zu verbinden, ſo daß der gute Ritter zwar zugab⸗ ſein Neffe Franz ſei ein wackerer, geſchickter Burſche, jedoch ſelten unterließ, die Bemerkung beizuſetzen, er haͤtte nicht geglaubt, daß er Naſhleigh ſo ſehr vermiſſen würde.

Da es etwas beſonders unangenehmes hat, in einer Fa⸗ milie zu wohnen, und mit irgend einem Theil derſelben in unfreundlichen Verhältniſſen zu ſtehen, ſo machte ich einige Verſuche, die Abneigung meiner Veitern gegen mich zu be⸗ ſiegen. Ich vertauſchte meinen Treſſenhut gegen eine Reit⸗ kappe, und machte dadurch einige Fortſchrilte in ihrer guten Meinung; ich zaͤhmte ein junges Pferd auf eine Weiſe, die mich in ihrer Gunſt noch hoher brachte. Eine oder zweige⸗ legentlich an Richard verlorene Wetten, und eine Extra⸗