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ſen, Helden und Dichtern, ich hätte nicht weniger Neigung blicken laſſen koͤnnen, es zu verlaſſen.
Wenn Du noch etwas von dem Salz der Jugend in Dir haſt, Dreſham, ſo wirſt Du den Grund meines Schwei⸗ gens über einen ſcheinbar ſo nahe liegenden Gegenſtand leicht auffinden; Miß Vernons ungemeine Schönheit, wovon ſie ſelbſt ſo wenig zu wiſſen ſchien,— ihre romantiſche und ge⸗ heimnißvolle Lage,— die Leiden, denen ſie ausgeſetzt war, — der Muth, mit dem ſie ihnen zu trotzen ſchien,— ihr Benehmen, zwar freier, als ihrem Geſchlecht zukam, was aber, wie mir ſchien, nur aus dem unerſchrockenen Bewußt⸗ ſeyn ihrer Unſchuld hervorgieng,— beſonders aber die ſchmei⸗ chelhafte Art, womit ſie mich ſichtbar vor allen andern aus⸗ zeichnete; alles dieß zuſammen mußte mein edelſtes Gefühl anſprechen, meine Neugierde wecken, meine Einbildungskraft reizen, und meiner Eitelkeit ſchmeicheln. Ich wagte mir freilich ſelbſt noch nicht zu geſtehen, welche warme Theilnah⸗ me ſie mir einflöste, und wie ſehr ſie meine Gedanken be⸗ ſchäftigte. Wir laſen, luſtwandelten, ritten mit einander, und ſaßen bei einander, wenn ſie die Beſchäftigungen wie⸗ der hervorſuchte, die ſie uͤber ihrem Streit mit Raſhleigh abgebrochen, und nun unter der Leitung eines Lehrers fort⸗ ſetzte, deſſen Abſichten reiner, aber deſſen Fähigkeiten weit beſchränkter waren.
Ich war in der That keineswegs geeignet, ihr in der Fortſetzung einiger mit Naſyleigh begonnenen tief gelehrten Beſchäftigungen behulflich zu ſeyn, die mehr fuͤr einen Geiſt⸗ lichen, als für ein ſchönes Mädchen paſſend ſchienen. Ich kann nicht begreifen, in welcher Abſicht er Diana in die dunkeln Irrgänge der Caſuiſtik hineinführte, oder in die efen ſo trockenen, jedoch auf ſicherern Grundlagen ruhenden Wi⸗
W. Scott's Werke CI. 6 4


