Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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ſeyn, denn als ein Mitglied der Kirche, deren Diener, wie jemand ſagt, die Sandalen an ihren Fuͤßen auf den Na⸗ cken der Fuͤrſten ſetzen. Meine Familie ſteht in hohem Anſehen an einem gewiſſen verbannten Hofe,— und noch hoͤher ſteht das Gewicht, das dieſer Hof zu Rom beſitt, und beſitzen muß,— meine Anlagen ſteben nicht ganz hin⸗ ter der Erziehung zuruͤck, die ich empfing— und ſo haͤtte ich in beſonnener Berechnung wohl die Ausſicht auf eine hohe Wuͤrde in der Kirche, ja den Traͤumen meiner Phan⸗ taſie nach auf die hoͤchſte haben koͤnnen.— Warum ſollte nicht,“ ſetzte er lachend hinzu, denn es war ſeine Gewohn⸗ heit, einen Theil des Geſpraͤchs ſcheinbar zwiſchen Scherz und Ernſt zu halten—„warum ſollte nicht Cardinal Os⸗ bal iſtone das Schickſal der Reiche haben lenken koͤnnen, er, von hoher Geburt und guͤnſtigen Verbindungen, eben ſo gut, als der niedrig geborene Mazarin, oder Alberoni, der Sohn eines itallaͤniſchen Gaͤrtners?“

„Nun ich kann Euch keine Gruͤnde dagegen anfuͤhren, an Eurer Stelle aber wuͤrde ich nicht ſehr bedauern, die Hoffnung auf eine ſo ungewiſſe und gehaͤßige Erhebung zu verlieren.“

„Auch ich wuͤrde es nicht thun,“ erwiederte er;„waͤre ich nur gewiß, daß meine jetzige Stellung ſicherer waͤre;

dies haͤngt aber von Umſtaͤnden ab, die ich nur aus Erfah⸗ rung kennen lernen kann,— zum Beiſpiel von den Ge⸗ ſinnungen Eures Vaters.“

„Sagt doch die Wahrheit gerade heraus,“ Raſhleigh; Ihr moͤchtet gerne von mir etwas uͤber ihn hoͤren?“

„Da Ihr, wie Oiana Vernon, dem Banner des guten Ritters Offenherz folgen wollt, ſo erwiedere ich gerade zu — ig.“

„Nun

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