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49 „Nun denn, Ihr werdet an meinem Vater eſnen Mann finden, welcher die Bahn eines eintraͤglichen Ge⸗ werbs mehr um der Uebung willen verfolgte, die ſie ſeinen geiſtigen Kraͤften bot, als aus Liebe zu dem Golde, womit ſie beſtreut war. Sein thaͤtiger Geiſt waͤre in jeder Lage gluͤcklich geweſen, die ſelner Kraftanſtrengung ein Ziel ge⸗ geben haͤtte, weil dieſe Anſtrengung ſein einziger Lohn ge⸗ weſen waͤre. Aber ſein Vermoͤgen mehrte ſich, da bei ſeiner maͤßigen Lebensweiſe mit dem ſteigenden Einkommen nicht
auch neue Ausgabequellen ſich oͤffneten. Er iſt ein Mann,
der Verſtellung an andern haßt, und nie ſie ſelbſt ausuͤbt, und er beſitzt eine beſondere Geſchicklichkeit, die wahren Beweggruͤnde aus einem Schwall von Worten heraus zu finden. Aus Gewohnheit ſchweigſam kann er Schwaͤzer nicht leiden, um ſo mehr, da die Gegenſtaͤnde, die ihn am meiſten anziehen, nicht viel Stoff zu Unterredungen ga⸗ ben. Er iſt ſehr ſtrenge in den Pflichten der Religion,
aber daß er ſich in Eure Glaubensmeinungen miſchen wird,
därft Ihr nicht beſorgen, er betrachtet Duldung als einen heiligen Grundſatz im Staatsleben. Habt Ihr aber, wie ich vermuthen muß, eine Vorliebe fuͤr das vertriebene Koͤ⸗ nigsgeſchlecht, ſo thut Ihr wohl, dieß ſowohl, als alle Tory⸗Hrundſaͤtze in ſeiner Gegenwart zu unterdruͤcken, denn beides verabſcheuet er ſehr. Sein Wort iſt uͤbrigens unverlezlich, und muß es allen ſeyn, die unter ihm ſte⸗ hen. Er wird nie ſeine Pflicht gegen jemand verlezen duldet es aber auch von niemand gegen ſich; ſtrebt Ihr nach ſeiner Gunſt, ſo muͤst Jör ſeine Befehle vollziehen, ſtatt der Wiederhall ſeiner Meinungen ſeyn. Seine groͤß⸗
ten Feyler entſoringen aus Vorurtheilen, die mit ſeinem Berufe verbunden ſind, oder 1 ut der vielmehr aus einer ſo aus⸗ W. Scott't Werke. cl. 5 4


