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47 1 leigh bemerkte, ergriff er die Gelegenheit, auf eine ſchuͤch⸗ terne, aber anſcheinend inſtaͤndige Weiſe in mich zu drin⸗ gen, ich moͤchte ihm doch einige von meinen Arbeiten in
der Handſchrift mittheilen.
„Ihr ſollt mir einen Abend ſchenken in meinem eige⸗ nen Zimmer,“ fuhr er fort,„denn ich werde nun bald die Reize einer litterariſchen Unterhaltung mit den Pla⸗ ckereien der Handelsgeſchaͤfte, und dem plumpen Tagwerk gemeiner Arbeit vertauſchen. Ich wiederhole es, meine Nachgiebigkeit gegen die Wuͤnſche meines Vaters zum Nu⸗ zen meiner Familie iſt ein Opfer, beſonders in Betracht des ruhigen und friedlichen Berufs, zu dem mich meine
Erziehung beſtimmte.“
Ich war eitel, aber kein Narr, und dieſe Heuchelei war zu ſtark, um ſie zu verdauen.—„Ihr werdet mich nicht uͤberreden,“ erwiederte ich,„daß Ihr es in der That bedauert, die Loge eines unbekannten katholiſchen Prieſters mit allen ihren Entbehrungen gegen Reichthum, Geſellſchaft und die Freuden der Welt zu vertauſchen.“ Raſhleigh ſah, daß er ſeine erkuͤnſtelte Maͤßigung mit allzuſtarken Farben aufgetragen habe, und nach einer klek⸗ nen Pauſe, waͤhrend deren er vermutylich den Grad des Vertrauens berechnete, das er mir zu zeigen habe,(eine Eigenſchaft, womit er nie unnoͤthiger Weiſe freigebig war) antwortete er lachelnd:„In meinem Alter zu Relchthum und weltlichen Geſchaͤften, wie Ihr ſagt, verurtheilt zu ſeyn, klingt vielleicht nicht ſo beunruhigend, als es thun ſollte.— Aber mit Eurer Erlaubniß Ihr habt meine Be⸗ ſtimmung verkannt; ein katholiſcher Prieſter, ja, aber nicht ſo unbekannt uein, Raſyleigh Osbaldiſtone wird, wenn er der reichſte Buͤrger Londons werden ſollte, unbekannter


