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„Ich geſtehe,“ erwiederte ich,„ſein Benehmen kam mir zuweilen wild und furchtbar vor, und ſchien wenig zu ſeinen friedlichen Verſicherungen zu paſſen.— Hat er im Heere gedient?““
„Ja,— nein,— nicht gerade, was man ſagt ge⸗ dient, aber er iſt, glaube ich, wie die meiſten ſeiner Landsleute, zu den Waffen erzogen worden. In den Ge⸗ birgen traͤgt man ſie von der Kindheit bis ins Grab. Wenn Euch nun Euer Reiſegefaͤhrte irgend bekannt iſt, ſo koͤnnt Ihr leicht erachten, daß er ſich auf ſeiner Reiſe in ein ſol⸗ ches Land wohl in Acht nimmt, mit einem der Eingebore⸗ nen in Streit zu kommen, wenn er es irgend unigehen kann.— Aber kommt, ich ſehe, Euer Wein geht auf die Neige,— und ich bin, was die Flaſche betrifft, ein ent⸗ arteter Osbaldiſtone. Wollt Ihr in mein Zimmer kommen, ſo bin ich der Eurige beim Piquet.“
Wir ſtanden auf, um uns von Miß Vernon zu verab⸗ ſchleden, welche mit ſichtlicher Anſtrengung von Zeit zu Zeit eine ſtarke Verſuchung unterdruͤckt hatte, Raſhleigh zu un⸗ terbrechen. Als wir das Zimmer verließen, brach die un⸗ terdruͤckte Flamme aus.„Herr Osbaldiſtone,“ ſagte ſie, „Eure eigene Beobachtung wird Euch in Stand ſetzen, die Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit von Raſhleighs Aeußerun⸗ gen uͤber Leute, wie Campbell und Morris zu wuͤrdigen. Aber in ſeinen Schmaͤhungen uͤber Schottland hat er falſch Zeugniß abgelegt gegen ein ganzes Land, und ich bitte Euch, dieſem Zeugniß kein Gewicht beizulegen.“
„Vielleicht wird es mir etwas ſchwer, Eurer Ermah⸗ nung Folge zu leiſten, Miß Vernon, denn ich muß geſte⸗ hen, daß man mir bei meiner Erziehung keine allzuguͤnſtige Anſicht von unſern noͤrdlichen Nachbarn beigebracht hat.“


