4 38 gen zu verlangen, aber ich kann doch nicht einſehen, wie er ſo viel Einfluß auf den Mann gewonnen haben kann, daß dieſer ſein Zeugniß uͤber dieſen Gegenſtand unterdruͤckt, bei der augenſcheinlichen Gefahr, Mißtrauen gegen ſeine ganze Geſchichte zu erwecken.“
Raſhleigh ſtimmte mir bei, daß dieß ſehr ſonderbar ſey, und daß er bedaure, den Schotten nicht naͤher uͤber dieſen Punkt gefragt zu haben, der ihm ſelbſt geheimniß⸗ voll vorkomme.„Aber,“ fragte er unmittelbar darauf, „„ſeyd Ihr ganz ſicher, daß Morris den Umſtand der Be⸗ gleitung Camppbells in ſeiner Angabe wirklich gar nicht er⸗ waͤhnte?“
„Ich uͤberlas das Papier eilig,“ war meine Antwort, „aber es ſchwebt mir ſehr lebhaft vor, daß kein ſolcher Umſtand erwaͤhnt wurde; wenigſtens mußte es nur ſehr leicht beruͤhrt ſeyn, da es meiner Aufmerkſamkeit ent⸗ gieng.“
„Richtig, richtig,“ erwiederte Raſhleigh meine Worte aufnehmend,„ich bin mit Euch geneigt, zu glanben, daß der Umſtand in der That erwaͤhnt war, aber ſo leichthin, daß es Eure Aufmerkſamkeit nicht erregte. Campbell mag die Furchtſamkeit des Mannes gefaßt haben, um ihn auf ſeine Seite zu ziehen. Dieſer haſenherzige Morris iſt, wie ich höre, nach Schottland geſendet, um einige geringe Geſchaͤfte fuͤr die Regierung zu beſorgen, und da er nur ſo viel Muth beſitzt, als eine zornige Taube oder eine hochherzige Maus, ſo mochte er es wohl nicht gerne mit dieſem gewaltigen Campbell verderben, vor deſſen Anblick ſchon ſein bischen Muth ſchwindet. Campbell hat, wie Ihr bemerktet, zu⸗
wellen ein heftiges, lebhaftes Benehmen,— etwas kriege⸗
riſches in Ton und Betragen.“


