37 keiten fuͤrchtete, vieler Ueberredung bedurfte, ehe er bewo⸗ gen wurde, ſein Zeugniß zu Gunſten des Herrn Osbaldiſtone abzugeben.“
„Es ſcheint mir auffallend,“ bemerkte ich,„daß, ſo viel ich von der Erklaͤrung des Herrn Morris, oder wie man es ſonſt nennen mag, geleſen habe, dieſer nie erwaͤhn⸗ te, daß Campbell in ſeiner Geſellſchaft war, als ihn die Raͤuber angriffen.“
„Ich erfuhr von Campbell, daß er ihm das feierliche Verſprechen abgenommen habe, dieſes Umſtands nicht zu erwaͤhnen,“ erwlederte Raſhleigh;„ſeinen Grund, ein ſolches Verſprechen von ihm zu verlangen, koͤnnt Ihr aus dem Wink abnehmen, dey ich Euch vorhin gab,— er wuͤnſchte ohne Aufſchub in ſein Land zuruͤckzukehren, ohne durch eine richterliche Unterſuchung in Verlegenheit geſetzt zu werden, die er jedenfalls haͤtte erwarten muͤſſen, waͤre der Thatumſtand ſeiner Gegenwart bei der Beraubung kund geworden, ſo lange er noch auf dieſer Seite des Fluſ⸗ ſes war. Iſt er einmal uͤber den Forth, ſo wird Morris ſicerfis mit allem berausruͤcken, was er uͤber ihn weiß, und vielleicht noch mit einem guten Theil mehr. Uebri⸗ gens iſt Campbell ein ſehr bedeutender Viebhaͤndler, der manchmal betraͤchtliche Heerden nach Northum berland treibt, und bei dieſem Handel waͤre er ein aroßer Narr, wenn er ſich mit unſern northumbriſchen Raͤubern einlaſſen wollte,
die die rachluͤchtigſten Menſchen ſind, die ich kenne.“
„Das wollte ſch beſchwoͤren!“ rief Miß Vernon aus, mit einem Tone, der mehr, als nur ein einſaches Zuge⸗ ſtaͤndniß in ſich ſchloß.
„Ich will zugeben,“ hob ich wieder an,„daß Camp⸗ bell triftige Gruͤnde haben konnte, von Morris Stillſchwei⸗


