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Wappen der Ritterſchaft. Obwohl ich aber ſo unausſprech⸗ lich unwiſſend bin, ſo habe ich doch Kenntniſſe und Geſchmack genug, um dieß herrliche Gemaͤlde zu bewundern, wotin ich eine Familien⸗Aehnlichkeit mit Euch zu entdecken glau⸗ be.— Welche Leichtigkeit und Wuͤrde in der Stellung— welcher Reichthum des Colorits,— welche Breite und Tiefe des Schattens!“
„Iſt das Gemaͤlde wirklich ſchoͤn?“ fragte ſie.
„Ich habe viele Werke des beruͤhmten Kuͤnſtlers geſe⸗ her,“ ſagte ich,„nie aber eines, das mir ſo gefallen haͤtte.“ „Nun, ich verſtehe ſo wenig von Gemaͤlden, als Ihr von Wappen,“ erwieder te Miß Vernon;„doch habe ich einen Vortheil vor Euch voraus, weil ich ſtets das Gemaͤlde bewunderte, ohne ſeinen Werth zu kennen.“
„Ich habe michenicht um Trommeln und Pfeifen, und alle die wunderlichen Wappengebilde bekuͤmmert, doch weiß ich, daß ſie einſt glaͤnzten im Felde des Ruhns. Ihr werdet mir indeß zugeben, daß ihre aͤußere Erſcheinung fuͤr den ununterrichteten Zuſchauer nicht ſo intereſſant iſt, als dies ſchoͤne Gemaͤlde.— Wen ſtellt das Bild vor?“
„Meinen Grrßvater,— er theilte das Ungluͤck Karls 1. und, es thut mir leid, es ſagen zu muͤſſen, die Ausſchwei⸗ fungen ſeines Soyns. Unſer vaͤterliches Erbe verminderte ſich ſehr durch ſeine Verſchwendung, und gieng unter ſei⸗ nem Nachfolger, unſerm ungluͤcklichen Vater, voͤllig verlo⸗ ren.— Doch Friede ſei mit denen, die es erhielten,— es wurde verloren im Kampfe fuͤr die Treue.“
„Euer Vater litt vermuthlich in den duͤrgerlichen Zai⸗ ſtigkeiten jener Zeit?““
„So iſt es, er verlor alles. Und darum iſt ſein Kind


