Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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beſchaͤftigt, nichts ſagen kann. Wir muͤſſen gewiſſe Zei⸗ chen zwiſchen uns feſtſetzen, da Ihr mein Vertrauter und mein Rathgeber ſeid, nur duͤrft Ihr nichts von meinen Angelegenheiten wiſſen.

Nichts kann vernuͤnftiger ſeyn, erwiederte ich la⸗ chend;und Ihr koͤnnt Euch darauf verlaſſen, der, Groͤße Eures Vertrauens wird nur die Klugheit meiner Rath⸗ ſchlaͤge gleichkommen.

Dteſe Unterredung brachte mich in der beſten Laune nach Os baldiſtone⸗Hall, wo die Famille in ihrem Abend⸗

gelage ſchon ziemlich weit vorgeruͤckt war.

Laͤßt etwas zu eſſen fuͤr Herrn Osbaldiſtone und mich in die Bibliothek bringen, ſagte Miß Vernon zu einem Diener.Ich muß ein wenig Mitleiden mit Euch ha⸗ ben, fuhr ſie gegen mich fort,und Euch in dieſem Hauſe des rohen Uederfluſſes gegen das Verhungern ſchuͤtzen; ſonſt wuͤrde ich Euch meinen heimlichen Schlupfwinkel wohl ſchwexlich zeigen. Dieſe Bibliothek iſt meine Hoͤhle, der einzige Winkel im ganzen Schloſſe, wo ich vor den Orang⸗ Utangs, meinen Vettern, ſicher bin. Nie wagen ſie ſich hieher, vielleicht aus Furcht, die Foliobaͤnde moͤchten her⸗ unter fallen, und ihnen den Schaͤdel einſchlagen, denn auf einem andern Wege werden die Koͤyfe nie mit denſelben in Beruͤhrung kommen. Folgt mir. 5

Und ich ſolgte ihr durch Saal und Zimmer, durch ge⸗ woͤlbte Gaͤnge und Wendeltreppen, bis wir an den Ort ka⸗ men, wohin ſie fuͤr uns hatte Erfriſchungen bringen laſſen.