—
23
weiß, wozu er ſich verbuͤrgt. Wenn— doch dieß iſt un⸗ moͤgiich,— aber doch, wenn eine Gelegenheit ſich bieten ſollte, ſo will ich Euch an Euer Verſprechen mahnen, und ſeyd ſicher, daß ich es nicht uͤbel nehmen werde, wenn Ihr es vergeſſen habt, denn es iſt genug, daß Ihr jetzt es auf⸗ richtig meint,— manches kann kommen, das in Eurer Geſinnung eine Aenderung macht, ehe ich Euch mahne,— wenn dieſer Augenblick je kommen ſollte,— Diana Ver⸗ non zu unterſtuͤtzen, als waͤret Ihr ihr Bruder.“
„Und wenn ich Diangs Brnder waͤre, ſo koͤnnte die Moͤglichkeit, Euch meinen Beiſtand zu verſagen, nickt ge⸗ ringer ſeyn.— Jetzt aber fuͤrchte ich mich, ob ich fragen darf, ob Raſhleigh freiwillig zu meiner Befreiung mit⸗ wirkte?“
„Fragt mich nicht, fragt ihn ſelbſt, und ſeid verſichert, er ſagt ja, denn ehe eine gute Handlung ohne El enthuͤ⸗ mer durch die Welt laͤuft, iſt er ſtets geneigt, ſie fuͤr ſich in Anſpruch zu nehmen.“
„Und darf ich euch nicht fragen, ob dieſer Campbell ſelbſt es war, der den Herr Morris um ſein Felleiſen leich⸗ ter machte, oder ob der Brief, den unſer Freund, der Ad⸗ vokat eryielt, nicht eine Liſt war, ihn aus der Scene zu entfernen, damit er meine Befrefung nicht hindern ſollre? Und darf ich nicht fragen——“
„Ihr muͤßt mich gar nichts fragen, und alſo iſt es ganz unnuͤtz, Fälle aufzuſtellen. Ihr muͤßt von mir gerade ſo gat denken, als ov ich alle dieſe Fragen beantwortet haͤt⸗ te, und noch zwanziz andere dazu, ſo gelaͤuftz, als Raſh⸗ leigh ſie nur immer beantworten kann; merkt Euch nur, ſo oft ich mein Kinn ſo beruͤhre, ſo iſt es ein Zeichen daß ich uͤber den Gegenſtand, der gerade Eure Aufmerkſamkeit


